Jabber beseitigt Messenger-Probleme
Tutorial: Jabber, die sichere IM-Alternative
Software
Instant Messaging ist "in". Dumm, dass die beliebtesten Messenger-Dienste ICQ, AIM und MSN den Medien-Giganten Microsoft und AOL gehören. Die legen nämlich wenig Wert auf Privatsphäre. Wäre es da nicht schön, eine freie und kostenlose Alternative zu haben? Der Open-Source-Messenger Jabber ist so eine Alternative - und ist obendrein in der Lage, andere Messenger-Systeme zu kontaktieren.
Jabber, der Alternativ-Messenger
Jabber, was ist das eigentlich? Jabber ist der Instant-Messenger-Zweig der Open-Source-Bewegung, wenn man es so möchte. Das bedeutet vor allem, dass bei Jabber viel Wert auf Unabhängigkeit und Sicherheit gelegt wird. Deshalb ist der Messenger auch anders organisiert als seine kommerziellen Pendants: Er verwendet keine zentralen Server, die sich im Besitz der Messenger-Betreiber befinden, sondern setzt auf eine dezentralisierte Server-Struktur, ähnlich wie bei E-Mail oder P2P: Jeder kann seinen eigenen Server aufmachen, wenn er möchte.
Den besten Einstieg in die Jabber-Welt bietet die Website Jabber.org. Hier gibt es sämtliche Infos über das freie Messenger-System. Die größte Schwierigkeit ist die erste Einrichtung, da Jabber in manchen Dingen etwas anders arbeitet als zum Beispiel ICQ oder AIM, was der dezentralen Server-Struktur zu verdanken ist.
Benutzernamen-Chaos
Eine kurze Übersicht: Es gibt Benutzernamen, Jabber-ID und den Nickname. Das klingt erst einmal kompliziert, im Grunde handelt es sich aber um nur zwei Instanzen, ähnlich wie bei ICQ: Der Benutzername entspricht der ICQ-Nummer, er ist fest. Der Nickname wäre bei ICQ der Name, den man seinem Account gibt. Dieser lässt sich jederzeit ändern.
Die Jabber-ID ist eine Jabber-Spezialität. Da Jabber nicht mit zentralen Servern arbeitet, muss dem Dienst mitgeteilt werden, auf welchem Server ein User registriert ist. Ähnlich wie bei E-Mail gibt es deshalb die Jabber-ID, die einer E-Mail-Adresse nicht unähnlich ist. Sie hat die Form "Benutzername@server". Hat man sich beispielsweise mit dem Benutzernamen "weltkugel" auf dem Server "Jabber.org" angemeldet, lautet die Jabber-ID "weltkugel@jabber.org". So logisch kann Open Source sein.
Dezentral, ähnlich wie E-Mail
Die Server-Zugehörigkeit hat übrigens nichts mit der Kontaktfreudigkeit zu tun. Die Server bauen untereinander Kontakte auf. UserA@jabber.org kann problemlos mit UserB@jabber.ccc.de kommunizieren, genau wie eine E-Mail von GMX problemlos an einen E-Mail-Account von Web.de gesendet werden kann. Beim Austausch von Jabber-Kontakten muss also die Jabber-ID mit dem entsprechenden Server angegeben werden, sonst kann der Messenger nicht viel mit dem Kontakt anfangen.
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