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S-ATA-Festplatte im Test: Maxtor DiamondMax10 mit 16 MB Cache
Großer Zwischenspeicher, viel Speicherplatz

von Benjamin Schnitzler Uhr veröffentlicht

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Fleißige Filesharer müssen sich bei einer flotten DSL-Flatrate nicht nur mit der Urheberrecht-Problematik, sondern auch mit einer anderen auseinander setzen. Laufen Kazaa Lite, eDonkey, Bitorrent & Co. erst einmal auf Hochtouren, ist die Festplatte schneller voll, als dem enthusiastischen Tauscher lieb ist. Eine neue muss her, möglichst mit mehreren Hundert Gigabyte Speicherplatz und zukunftssicherer Serial-ATA-Schnittstelle.

Fleißige Filesharer müssen sich bei einer flotten DSL-Flatrate nicht nur mit der Urheberrechts-Problematik, sondern auch mit einer anderen auseinander setzen. Laufen Kazaa Lite, eDonkey, Bitorrent & Co. erst einmal auf Hochtouren, ist die Festplatte schneller voll, als dem enthusiastischen Tauscher lieb ist. Eine neue muss her, möglichst mit mehreren Hundert Gigabyte Speicherplatz und zukunftssicherer Serial-ATA-Schnittstelle.

Wer nach einer großen und schnellen Festplatte sucht, welche weder zu laut, noch völlig überteuert ist, landet zwangsläufig bei Modellen mit acht Megabyte Cache und 7.200 Umdrehungen in der Minute. Kenner dürften beim Datenblatt von Maxtors DiamondMax10 mit 300 Gigabyte Speicherplatz ins Staunen kommen: mit ihren 16 Megabyte Cache bietet sie doppelt so viel Zwischenspeicher wie fast alle anderen, handelsüblichen Exemplare.

Maxtor DiamondMax10

Diktiertes Umweltbewusstsein

Ab etwa 170 Euro tut man mit dem Kauf der vorliegenden DiamondMax10 nicht bloß seinem PC, sondern auch der Umwelt etwas Gutes. Denn Maxtor fertigt schon jetzt gemäß der strengeren Schadstoff-Richtlinie der EU, RoHS. Da diese erst ab dem 1. Juli 2006 offiziell in Kraft tritt, dürfte es mit der Werbewirksamkeit eines grünen Frühstarters spätestens dann zu Ende sein.

Die Konkurrenz von Seagate, die Barracuda 7200.8, bringt ihre maximale Kapazität von 400 Gigabyte, wie die DiamondMax10 mit 300 Gigabyte, auf drei schnelldrehenden Scheiben unter. Dem großzügigeren Platzangebot steht jedoch ein auf acht Megabyte halbierter Cache entgegen. Jetzt interessiert uns natürlich brennend, ob Maxtor das auch zu seinem Leistungsvorteil nutzen kann.

Leistungsmessung

Man muss kein Experte sein, um den Unterschied zwischen einer Festplatte mit zwei und acht Megabyte zu erkennen. Denn dabei fällt der Unterschied noch wirklich spürbar aus. So ist das Modell mit dem größeren Zwischenspeicher nicht nur beim Booten von Windows XP schneller, sondern geht auch beim fertig geladenen Betriebssystem immer einige Sekunden und Megabyte schneller zu Werke.

Im Vergleich zu Seagates Barracuda 7200.7 kann die Maxtor DiamondMax10 einen deutlichen Vorsprung einfahren. Ob das am 16 Megabyte großen Cache liegt, wagen wir jedoch stark zu bezweifeln. Viel wahrscheinlicher ist, dass der Unterschied daraus resultiert, dass die von uns getestete Seagate Barracuda 7200.7 mit 150 Gigabyte über eine geringere Datendichte verfügt. Diese bringt sie im Innern außerdem auf nur zwei statt drei Platten unter.

Maxtor DiamondMax10

Die Barracuda 7200.8 mit 400 Gigabyte und acht Megabyte Zwischenspeicher erreicht beim Dateisystem-Benchmark von "Sandra" wiederum bessere Werte. Das mag zum Teil daran liegen, dass die Datendichte mit 133 Gigabyte pro Platte deutlich höher ausfällt.

Parallelwelten: NCQ und großer Cache

Maxtor räumte netzwelt.de gegenüber ein, dass der Endanwender nicht bei jeder Anwendung von dem großzügig bemessenen Cache profitiert. Bei sequentiellen, also hintereinander durchgeführten Aufgaben sei der Unterschied im Grunde nicht spürbar. Anders sähe die Sache jedoch bei Applikationen aus, welche die paralle Verarbeitung von Befehlen in Form von "NCQ" nutzen. Das wäre beispielsweise beim Video-Streaming oder der Videobearbeitung der Fall.

Maxtor DiamondMax10

RAID-0

Bei NCQ werden mehrere Befehle vor ihrer Ausführung verarbeitet und so zurechtgelegt, dass sie im Endeffekt schneller abgearbeitet werden können. Dass auf 16 Megabyte Speicher mehr Befehle passen als auf einen lediglich halb so großen, dürfte selbst dem Laien einleuchten. Ob man als solcher jedoch derart aufwendige Hobbys wie das Bearbeiten von bewegten Bildern betreibt, bleibt eher fraglich.

Geräusche

Bei der subjektiven Geräuschmessung kommen wir zu folgendem Schluss: im Normalbetrieb unterscheiden sich die Seagate Barracuda 7200.7 und 7200.8 nur wenig voneinander. Beim Zugriff ist das erstgenannte Modell jedoch viel deutlicher zu hören, geht aber dennoch etwas leiser zu Werke als die Maxtor DiamondMax10. Weiterhin fällt uns auf, dass sie ein hochfrequentes Pfeifen von sich gibt, während die Seagate-Festplatten ihre Runden in einer tieferen Tonlage drehen.

Seagate Barracuda 7200.7

RAID-0

Fazit

Wirkliche Blöße gibt sich die Maxtor DiamondMax10 im Test nicht. Dass der riesige Cache von 16 Megabyte allemal zum Prahlen unter Freunden, Bekannten oder Arbeitskollegen taugt, steht für uns außer Frage. Wer sich davon im Alltagsbetrieb einen markanten Geschwindigkeitszuwachs erhofft, könnte jedoch etwas enttäuscht werden.

Denn ihre Stärken kann die DiamondMax10 nur bei bestimmten Anwendungen oder im Server-Betrieb wirklich ausspielen. Außerdem könnte sie ruhig etwas leiser sein. Doch wer einfach nur eine gleichermaßen große wie schnelle Festplatte sucht und auch finden will, ist mit dem Cache-Giganten sehr gut beraten.

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http://www.netzwelt.de/news/71036-s-ata-festplatte-test-maxtor-diamondmax10-16-mb-cache.html
2005-05-02 18:33:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/gallery/2008/254/1696.jpg
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