Bauboom im Mittelalter
Test: Stronghold 2
Action
Die Burgensimulation "Stronghold" war seinerzeit ein Überraschungserfolg. Im zweiten Anlauf wäre alles andere als ein Erfolg eine Überraschung.
Engelbrecht Bimsstein hat Fressalien aus dem Kornspeicher gemopst. Dafür muss er auf der Streckbank schmoren. Besser ergeht es seinem Nachbarn, der an einer Entenkeule nagend ein spannendes Ritterturnier verfolgt. Dem würde Joachim Bierheber auch gern beiwohnen. Geht aber nicht. Seit er als Bogenschütze auf dem Ostturm Wache schieben muss, ist er aus dem öffentlichen Leben verschwunden.
Seine Verflossene, die kugelrunde Köchin, ist neulich in der Schenke mit dem hinkenden Bogenmacher gesehen worden. Am Fischteich munkelt man schon. Ob in der Kapelle bald die Hochzeitsglocken läuten? Fürs erste fiebern aber alle dem Jahrmarkt entgegen, der übers Wochenende auf dem Burghof gastiert. Nur für den Jauchebauern ist das kein Grund zur Freude. An Festtagen muss er besonders viel Scheiße schippen. - Es stimmt, was die britischen Programmierer über ihr neues Spiel sagen: In "Stronghold 2" geht es zu wie im Mittelalter.
Schützenhilfe durch Friendly Fire
Kenner des ersten Teils sparen sich das Lernkapitel und stürzen sich in eine von zwei handlungsorientierten Kampagnen. Wer ungestört Burgen bauen möchte, absolviert eine Reihe friedlicher Missionen. Streitsüchtige Burgherren treten einen (Rache-)Feldzug und an schlagen dabei sporadisch auch Schlachten ohne Städtebau.
Stronghold 2
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