Studie: Internet macht dumm!

Ständige Spannung

Ganz nebenbei bescheinigt die Studie den Frauen die besseren Direktionsfähigkeiten: Die Frauen im Test waren wesentlich schwerer vom Test abzulenken als die Herren der Schöpfung. Man könnte das jetzt evolutionsbiologisch begründen, mit Kinderaufzucht und Jagd, aber dafür fehlt hier erstens der Platz und zweiten haben sich bereits genügend unglaublich humorvolle Autoren mit dem Phänomen befasst. Wer es nicht glauben mag, dem sei die Lektüre von "Warum Männer nie zuhören und Frauen schlecht einparken können" oder ähnlichen Büchern empfohlen.

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Grund für die sinkenden IQ-Werte ist ein etwas unhandliches Phänomen namens "übertriebene Antwortbereitschaft" - der Proband steht unter ständiger Spannung, in der frohen Erwartung, gleich die Nachricht lesen zu können. Währenddessen sinkt sein IQ. Von dumm nach Schimpanse, von Nobelpreisträger zu Nicht-Nobelpreisträger. Der Effekt sei ähnlich wie nach einer schlaflosen Nacht, die wie wir alle wissen, ähnlich wirkt wie ein Alkoholpegel von einem Promille. Schöne, neue Welt, Dein Preis ist Dummheit.

Aber bleiben wir doch bei den Drogen: Der IQ-Verlust ist wesentlich höher als der, den Konsumenten von Cannabis erleben. Wohlgemerkt in Einzeldosen, nicht auf Dauer. Dauerkiffer dürften jeden Dauerkommunikator in Sachen Dummheit locker in die Tasche stecken. Nicht umsonst gibt es den Begriff "dummgekifft". Opfer dieser besonderen Form der Freizeitgestaltung können in der geschlossenen Psychiatrie besichtigt werden.

Lieber mal schön einen Kiffen

Letztendlich stellt sich allerdings die Frage, ob die Studie repräsentativ ist. 80 Probanden sind alles andere als eine repräsentative Gruppe für eine solche Studie. Allerdings ist die Tendenz absehbar: Zum einen lenkt die ewige Erreichbarkeit massiv ab, zum anderen verursacht sie ein Aufmerksamkeits-Defizit. Obendrein waren viele Probanden nicht in der Lage, wichtige und unwichtige Nachrichten zu unterscheiden. Vermutlich ist das das erste Anzeichen für einen sinkenden IQ.

Im Rahmen der Studie wurden neben den Probanden auch 1100 Personen über ihren persönlichen Einsatz von SMS, Chat und E-Mail befragt. Dabei kam heraus, dass bei rund 20 Prozent der Befragten das Kommunikations-ADS so weit ausgeprägt ist, dass sie auch zu privaten Anlässen, ja selbst beim Essen auf Nachrichten antworteten. Sie waren dabei in dem festen Glauben, dass es sich um ein Zeichen von Effizienz handele, immer erreichbar zu sein.

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