Elektronische Kommunikation produziert Deppen
Studie: Internet macht dumm!
Eine britische Studie belegt: Internet macht dumm. Bisher wurde immer das Gegenteil angenommen. Doch die leichte Verfügbarkeit von Information und vor allem die ständige Erreichbarkeit in Form von Instant Messaging, Chatten, E-Mailen und Mobiltelefonen soll dumm machen. Der IQ der Testpersonen sank im Rahmen der Studie um bis zu zehn Punkte.
Inhaltsverzeichnis
- 1Genie vs. Mensch vs. Schimpanse
- 2Lang vermutet: Simsen macht noch dümmer
- 3Nicht repräsentativ!
- 4Ständige Spannung
- 5Lieber mal schön einen Kiffen
Genie vs. Mensch vs. Schimpanse
Zehn IQ-Punkte, was ist das schon? Im Zweifelsfall der Unterschied zwischen einem Nobelpreis und keinem Nobelpreis. Aber wer will schon nach den Sternen greifen: Der durchschnittliche IQ des deutschen Bundesbürgers liegt bei 100 Punkten, ein kluger Schimpanse hat über 70 und sehr intelligente Menschen können Werte bis 150 und mehr erreichen, dumme Menschen können auf dem Niveau des schlauen Schimpansen vor sich hindümpeln - wohlgemerkt ohne einen Behindertenausweis in der Tasche zu haben.
Im Zweifelsfalls sind es also die zehn IQ-Punkte, die den geistigen Unterschied zwischen Mensch und Schimpanse ausmacht. Und da wird dann schnell klar, wie fatal sich dieser Intelligenzverlust auf manche Zeitgenossen auswirken kann. Aber für die Grundfunktionen reicht auch ein IQ von 60, aber um selbstständig die Schnürsenkel zu binden, ist das ein bisschen wenig.
Lang vermutet: Simsen macht noch dümmer
Wie dem auch sei: Opfer dieses IQ-Verlusts sind alle, die viel vor dem Internet sitzen oder viel mit dem Handy kommunizieren. Daumen frei, SMS raus und schon wieder ist der IQ gesunken. Wie negativ sich das auswirken kann, kann am Gesichtsausdruck manch eines SMS-Tippers in der U-Bahn abgelesen werden. Ob es da noch reicht, um selbstständig eine Banane zu schälen ist fraglich.
Doch genug der Häme: Im Auftrag des Computerherstellers HP hat das Londoner Kings College 80 Probanden durch das Bootcamp für Kommunikationsterroristen gejagt: Nachdem sie die IQ-Tests in einer ruhigen Umgebung gelöst hatten, wurden sie mit E-Mails, IM-Nachrichten und SMS bombardiert. Sie waren angewiesen, keine der Nachrichten anzunehmen und den IQ-Test erneut zu lösen. Mit dem Resultat, dass die Testergebnisse wesentlich schlechter ausfielen als in der ruhigen Umgebung.
Nicht repräsentativ!
Der Skeptiker kann jetzt natürlich argumentieren, dass es sich bei den Testbedingungen um eine Konzentrationsprüfung handelte und die mit dem IQ überhaupt nichts zu tun hat. Das allerdings entspricht nicht den Tatsachen: Konzentration ist ein Faktor, der wesentlich zur Intelligenz, also der Fähigkeit, Probleme zu lösen, beiträgt.
