Mac OS X 10.4 im Netzwelt.de-Test
Mac OS X Tiger im Test: Das bessere Betriebssystem?
Komplettsysteme
Der Automator - Freundlicher Systemhelfer
Ebenfalls nützlich: Der Automator. Er hilft bei lästigen Standard-Aufgaben und hält bereits eine Vielzahl von kleinen Skripten bereit. PDFs komprimieren, CDs und DVDs brennen, Bilder bearbeiten oder die Lieblingssendung aufnehmen, alles geschieht vollautomatisch mit dem Automator. Das Tool ist mit nichts bisher Dagewesenen vergleichbar, der Anwender erhält die volle Kontrolle über sämtliche Systemfunktionen und kann sie automatisieren.
Falls die mitgelieferten Skripte nicht ausreichen, kann der Anwender sich selbst welche erstellen, die Automatismen lassen sich beliebig kombinieren und ausführen. Dabei basiert der Automator auf Apple-Skript, das lästige Programmieren hingegen fällt völlig weg, alles funktioniert Klick & Play. Allerdings muss man sich erst einmal daran gewöhnen, dass ein Betriebssystem etwas selber macht, besonders dann, wenn man von assistenverseuchten Windows-Plattformen kommt.

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Nie wieder skripten dank Automator
Voice over IP neu definiert
Ebenfalls erneuert wurde der Instant-Messaging-Client iChat. Webcam-Besitzer können sich über Video-Konferenzen mit bis zu 10 Teilnehmern freuen, eine schnelle Hardware und Internet-Anbindung vorausgesetzt. Doch auch ohne Kamera ist Audio-Chat möglich, also Voice over IP. Das schöne daran: Im Gegensatz zu Skype und Co. völlig kostenlos, alles was benötigt wird, ist ein .Mac oder AIM-Account.
Zusätzlich zu den erweiterten Multimedia-Fähigkeiten erlaubt iChat nun auch die Benutzung des Chat-Dienstes Jabber. Hier zwar nur mit klassischem Text-Chat, dafür schlägt der Jabber-Dienst die Brücke zu allen anderen IM-Diensten wie MSN, ICQ und Hotmail. Allerdings handelt es sich dabei um eine undokumentierte Funktion, man muss sich erst mit einem anderen Jabber-Client einen Account besorgen und dort die Gateways zu den anderen Diensten freischalten, damit alles klappt, wie es soll. Dann allerdings klappt es ausgesprochen gut.

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iChat AV in Aktion - Quelle: Apple.com
Quicktime 7: Teuer, aber gut
Neben den fünf großen Neuerungen hat Apple vor allen Dingen unter der Oberfläche geschraubt. Quicktime 7 ist kein echtes Tiger-Feature, weil es auch für Windows und ältere OS X-Varianten erhältlich sein wird. Deshalb bleibt es in diesem Test außen vor. Wichtig: Alte Seriennummern für Quicktime Pro stellen den Dienst ein, die Pro-Version muss neu gekauft werden, was auch dringend nötig ist, weil Apples Pendant zum Media-Player in der "freien" Version nicht einmal Vollbild unterstützt. Knapp 30 Euro sind dafür zu berappen. Ob der Preis angemessen ist, sollte jeder für sich entscheiden.
Die Überholung unter der Oberfläche wirkt sich besonders positiv auf Geschwindigkeit und Stabilität aus: So ist OS X nun vollständig 64-Bit-kompatibel, was die Performance auf G5-Rechnern deutlich erhöhen sollte. Auch in Sachen Open GL, Finder, PDF, Drucken, Faxen und Quartz Extreme hat sich einiges getan. So sind die Funktionen nun vielfältiger und das ganze System fühlt sich wesentlich flotter an als noch 10.3 - besonders seit dem letzten wirklich haarsträubenden Update.
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