Mac OS X 10.4 im Netzwelt.de-Test
Mac OS X Tiger im Test: Das bessere Betriebssystem?
Komplettsysteme
Stichwort Mail: Das E-Mail-Tool "Apple Mail" wurde runderneuert. Aber das nur am Rande. Es bietet nun wesentlich mehr Funktionen, allerdings ist auch die Optik neu, was auf den ersten Blick etwas verstörend ist. Doch man gewöhnt sich schnell daran und darf sich über neue kleine Funktionen freuen wie eine ausgereifte Signatur-Verwaltung oder E-Mail-Prioritäten.
Safari, zweiter Versuch
Bleiben wir im Web: Die zweite von Apple großartig angekündigte Neuerung ist Safari 2.0 oder auch "Safari RSS". Der Webbrowser glänzte bislang nicht mit Kompatibilität, besonders mit Redaktionssystemen, Blogs und Ebay hat er seine Probleme gehabt. Der neue Safari ist wesentlich schneller, das ist gut. Nicht so gut: Zwar wurde die Seiten-Kompatibilität verbessert, doch mit einigen Seiten und Redaktionsystemen hat er immernoch seine Probleme, darunter Mambo und Wordpress.
Das Google-Suchfeld wendet sich endlich auch an die deutsche Google-Suche und nicht mehr an die englische. Optisch bleibt alles beim alten, mit dem Unterschied, dass sich in der Adressleiste nun ein "RSS"-Button befindet. Damit können RSS-Feeds gebookmarkt werden, eine ähnliche Funktion wie in Firefox. Allerdings ist die Safari-Variante wesentlich schöner, zum einen zeigt der Browser an, wieviele neue News es gibt, zum anderen kann man sich eine individuelle Startseite zusammenstellen. Auf der werden die aktuellen News aller gebuchten Seiten auf einer News-Seite, zum Beispiel Netzwelt.de, angezeigt. Netter Gag am Rande: Es gibt einen Bildschirmschoner, der die Feeds einer bestimmten Seite hübsch grafisch aufgepeppt anzeigt.
Ebenbürtig mit Firefox
Was fehlt, ist die Möglichkeit, einzelne Feeds zeitweise auszublenden. Safari ist also weiterhin verbesserungswürdig, auch wenn er geschwindigkeits- und funktionstechnisch mit Firefox gleichgezogen ist. Doch auch Firefox ist nicht fehlerfrei, für volle Seitennutzung müssen wohl beide Browser Dienst leisten. Natürlich integriert sich Safari wesentlich runder ins System und sieht besser aus als die Konkurrenz aus dem Open-Source-Lager. Eine schöne Option ist "Privates Surfen": Sie verhindert die Aufzeichnung des Verlaufs. Allerdings funktioniert das nicht mit allen Websites.
Das dritte Über-Feature von Tiger ist das Dashboard: Wie das mit der Vorgängerversion eingeführte Exposé wird es wahlweise über eine der Funktionstasten, eine Maustaste oder das Schubsen der Maus in eine Bildschirmecke aktiviert. Das Dashboard legt sich in einer halben Sekunde über den normalen Desktop.
Dashboard-Freuden
Dort sind dann kleine Tools geparkt. Ein Kalender, ein Wetterbericht, Notizzettel, Uhr, iTunes-Steuerung, Adressbuch und noch einiges mehr, was man im täglichen Computer-Alltag oft mal zwischendurch braucht. Dank Dashboard müssen die entsprechenden Programme nicht mehr geöffnet werden. Allerdings handelt es sich bei den "Widgets" genannten Dashboard-Gimmicks um eigene Programme. Sie sind meist umsonst und können schon auf diversen Websites heruntergeladen werden. Das Dashboard ist beliebig erweiterbar. Auch hier gilt das Prädikat "sehr nützlich".
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