Das Kupferkabel kann für 10,65 Euro gemietet werden

RegTP: Die letzte Meile wird billiger

Wer sich komplett von der Deutschen Telekom lossagen möchte, muss zu einem alternativen Anbieter wie Arcor wechseln. Dort verlegt man jedoch keine eigenen Kabel, die sogenannte letzte Meile zwischen Vermittlungsstelle und Telefondose in der Wohnung wird einfach von der Telekom angemietet.

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) hat nun angeordnet, rückwirkend zum 1. April den Mietpreis für diese Teilnehmeranschlussleitung (TAL) von 11,80 auf 10,65 Euro zu senken. Die Telekom muss folglich mit 9,75 Prozent geringeren Einnahmen rechnen. Hierbei handelt es um keine kleine Summe, denn Ende 2004 überließ der Ex-Monopolist immerhin zwei Millionen Mal das nackte Kupferkabel seinen Konkurrenten.

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Weitere Preissenkungen bei DSL-Anschlüssen?

Überraschend kam diese Entscheidung jedoch nicht. Die Telekom hätte in Zukunft gerne 17,40 Euro für die TAL gehabt, die Konkurrenz am liebsten deutlich weniger als zehn Euro gezahlt. Die moderate Preissenkung von 1,15 Euro entspricht dagegen der bisherigen Praxis der Regulierungsbehörde, behutsam Richtung Marktöffnung zu steuern.

Der Preisvorteil von 1,15 Euro könnte von den alternativen DSL-Betreibern natürlich direkt an die Kunden weitergegeben werden. Allerdings nur von Providern wie Arcor, QSC und Alice-DSL, die tatsächlich auch die TAL von der Telekom mieten. Für Wiederverkäufer von T-DSL-Anschlüssen, den DSL-Resale-Anbietern, ändert sich dagegen nichts.

Den Preiskampf, der aktuell im DSL-Markt wütet, könnte die RegTP-Entscheidung weiter anheizen. Aber nur leicht, denn die Regulierungsbehörde hat die neuen Preise für zwei Jahre genehmigt.

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