Vernetzte Arbeitsplätze und gefährdete Jugendliche

Neue Studien: Freud und Leid des World Wide Web

Am Internet kommt heutzutage niemand mehr vorbei. Nicht verwunderlich also, dass sich auch immer mehr Studien mit dem World Wide Web befassen. Zwei neue wurden gerade erst wieder vorgelegt und haben zum einen eine angenehme, zum anderen eine besorgniserregende Botschaft im Schlepptau.

Die gute Nachricht: Immer mehr vernetzte Arbeitsplätze

Werbung

Die gute Nachricht ist, dass die Vorzüge des Internet vermehrt Einzug in den Arbeitsalltag erhalten. Laut einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) verfügten Ende 2004 fast die Hälfte aller Beschäftigten in Deutschland am Arbeitsplatz über einen Zugang zum World Wide Web.

Das entspricht einem Anstieg um sechs Prozentpunkte innerhalb von zwei Jahren und ist beinahe eine Verdopplung gegenüber dem Jahr 2000, als nur 27 Prozent der Beschäftigten online waren.

Das wichtigste Motiv der Unternehmen für den Einsatz von Computern und Internet ist die Beschleunigung von Geschäftsprozessen, so die Studie. Aber auch als Sparmaßnahme sei das weltweite Netz gut geeignet, da so leicht Preisvergleiche möglich sind. Immer öfter kommt das Internet auch als Vertriebskanal zum Einsatz: 48 Prozent der Unternehmen vertreiben Produkte und Dienstleistungen über das World Wide Web.

Die schlechte Nachricht: Immer mehr gefährdete Jugendliche

Dass das Internet aber nicht immer nur Grund zur Freude bietet, zeigt eine Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (mpfs): Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, belegt die Studie, dass immer mehr Jugendliche im Internet mit pornografischen Seiten in Berührung kommen.

Während im Jahr 2000 noch annäherend jeder Dritte auf eine der unzähligen Sex-Seiten gelandet ist, war es im vergangenen Jahr schon fast jeder Zweite. Erschreckend ist zudem, dass bei Internet-Chats vier von fünf Kindern schon einmal anzügliche Angebote erhalten haben oder sexuell belästigt wurden.

Künftig sollen spezielle Sicherheitssysteme, Jugendlichen den Zugriff auf pornografische Seiten verwehren. Zudem sollen Eltern besser über die Gefahren des Internets aufgeklärt werden. Immerhin wissen 70 Prozent von ihnen nicht, welche Internetseiten ihre Kinder anklicken.