Zwei Grafikprozessoren auf einer Karte
3D-Overkill im Test: Gigabyte 3D1 mit doppelter GeForce 6600 GT
Es ist ungefähr so, als würde man ein Auto mit zwei Motoren bauen. Mercedes setzte die Idee mit sehr fragwürdigem Nutzen bereits mit dem Kleinwagen A190 Twin für seine ehemaligen Werksfahrer Mika Häkkinen und David Coulthard auf die Straße. Die Folge waren 250 Pferdestärken. Dass man auch einem einzelnen Triebwerk mit entsprechenden Eingriffen soviel Leistung entlocken kann, dürfte landläufig bekannt sein.
Inhaltsverzeichnis
- 1Nicht ohne mein Mainboard
- 2Leistungsmessung
- 3Lautstarke Heizung
- 4Bauchentscheidung für Enthusiasten
Gigabyte kam mit der GV-3D1 auf ein durchaus vergleichbares Konzept. Zur Leistungssteigerung bringen die Entwickler hier zwei Grafikchips vom Schlage einer Nvidia GeForce 6600 GT auf einer Karte unter. Die Lösung erscheint allemal platzsparender als ein SLI-System mit zwei Grafikkarten, aber ist sie auch sinnvoller? Netzwelt.de geht der Frage nach.
Nicht ohne mein Mainboard
Dass Grafikkarten gebündelt mit Kabeln, Software oder Spielen ausgeliefert werden, ist heutzutage keine Seltenheit mehr. Weitaus erstaunlicher finden wir hingegen, dass Gigabyte die GV-3D1 gleich mit passendem Mainboard auf den Markt bringt. Eine Möglichkeit, den 3D-Beschleuniger einzeln zu erwerben, besteht erst gar nicht. So werden leistungshungrige Zocker schnell satte 500 Euro los - mehr zahlt man für zwei GeForce-6600-GT-Karten mitsamt SLI-fähiger Platine auch nicht.
Das mitgelieferte Mainboard hört auf den Namen GA-K8NXP-SLI, basiert auf dem Nvidia-Chipsatz nForce4 SLI und ist für die Sockel-939-Ausgabe des AMD Athlon 64 ausgelegt. Neben den für den SLI-Betrieb obligatorischen PCI-Express-x16-Steckplätzen in doppelter Ausfertigung bringt es zwei einfache PCI-Express-Slots sowie zwei gewöhnliche PCI-Schächte mit. Gigabit-Ethernet und AC97-Sound sind ebenfalls mit an Bord. Weitere Informationen finden Sie hier.
Steckt einiges weg
Doch zurück zum eigentlichen Protagonisten unseres Tests. Um den immensen Stromhunger von zwei Grafikprozessoren befriedigen zu können, sollten am Zielort zwei freie 12-Volt-Stecker vorhanden sein. Vor der Inbetriebnahme müssen diese erst per Adapter mit der Grafikkarte verbunden werden. Wichtig ist laut Handbuch, dass sich das Mainboard im "Normal-", nicht im "SLI-Mode" befindet.
