Die Zumutung ist nicht aufzuhalten
Kommentar: Microsoft droht mit Longhorn-Veröffentlichung
Verbraucherschutz
Microsoft macht's schön bequem
Bildbetrachter, wie Acdsee müssen seit der Einführung der "Windows Bild- und Faxanzeige" auch nicht mehr extra nachinstalliert werden, um sich Fotos unter Windows anzugucken. Gleichzeitig gibt es schon mit Windows XP zarte Versuche, eine CD-Brennfunktion in das Betriebssystem einzubauen. Man kann wohl damit rechnen, dass all diese Funktionen ausgebaut werden.
Blickt man also in die Zukunft, erwartet die Welt ein Betriebssystem, das so multifunktionell ist, dass man kaum noch Alternativen und Ergänzungen braucht. Ganz nebenbei sei nocheinmal der so genannte Fritz-Chip erwähnt, der ursprünglich zusammen mit Windows nicht nur Raubkopiererei verhindern, sondern auch freie Software behindern sollte und irgendwie in Vergessenheit gerät.
Das Windows-Gegenstück zu dem in der Computerhardware verbauten Chip heißt "Next Generation Secure Computing Base" (NGSCB) und soll Gerüchten zufolge in Longhorn doch nicht mehr zum Einsatz kommen. Lediglich eine abgespeckte Version soll Notebook-Festplatten verschlüsseln können. Ob das wirklich stimmt und wie es mit Spyware im Longhorn aussieht, hat Gates auf der WinHEC natürlich nicht erklärt.
Doch bereits in Windows XP sind unerwünschte Zusätze erstmal mit XP Antispy zu entfernen, bevor man den Computer sicher nutzen kann. Welche Sicherheitsplagen den Nutzern mit Longhorn aufgebürdet werden, bleibt abzuwarten. Erste Blicke auf Longhorn will Microsoft Ende diesen Jahres mit einer Beta-Version gewähren. Im Sommer 2006 soll die Software dann zu kaufen sein. Ein genaues Datum gibt es natürlich nicht.
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