Die Zumutung ist nicht aufzuhalten
Kommentar: Microsoft droht mit Longhorn-Veröffentlichung
Verbraucherschutz
Ohne Zweifel wird Microsoft viele Neuerungen in Longhorn haben. Nachdem der Weltkonzern knapp 20 Jahre Entwicklung für ein stabil laufendes Betriebssystem, und auf dem Weg dahin viel Geld der Kunden für alle möglichen Zwischenversionen gebraucht hat, wird Microsoft sein mittlerweile selten abstürzendes Betriebssystem im Funktionsumfang nur noch ausbauen:
Öffentlich wurde bislang eine "PDF-Alternative" namens Metro und eine noch tiefere Integration des Internet Explorers in das Betriebssystem. Der soll gar nicht mehr als eigenständiges Programm erkennbar sein. Statt dessen surft man mit dem Betriebssystem selbst durch's Netz. Dass der Konzern damit schon wieder gegen geltendes Recht verstößt, scheint die Entwickler nicht zu stören.
Frechheit siegt
Denn bereits vor fünf Jahren wurde Microsoft schuldig gesprochen, mit dem Einbau des Internet Explorers in das Betriebssystem, gegen Kartellgesetze verstoßen zu haben. Eine Strafe blieb allerdings aus. Mit Metro hat der Softwarekonzern jetzt gute Chancen das Adobe-PDF-Format zu verdrängen. Denn künftig soll nicht nur die Grafik mit Metro funktionieren, sondern werden auch alle Windows-Druckertreiber Metro nutzen.
Fraglich ist allerdings, ob das ein allzu großer Verlust werden wird. Schließlich war der Acrobat Reader nie ein gutes Programm und die Entwicklung bei Adobe in den falschen Händen. In mehr als sieben Versionen hat es das Unternehmen nicht geschafft, eine einfache Bedienung, selbst einstellbare Tastenkürzel und einen flüssigen Seitenwechsel, in den Acrobat Reader zu integrieren.
Ernst zu nehmende Konkurrenzsoftware gab es nicht, sodass hier wohl ein Quasi-Monopol von einem anderen abgelöst wird. Das Browsermonpol hat sich Microsoft seit Windows 98 sowieso eingeheimst und der Windows Media Player ist auch auf einem guten Weg, andere Player zu verdrängen.
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