Giftige Grafikkarte im Test: Sapphire Toxic Radeon X700 Pro
Keine "Trixx"
Nach der Installation von APE werden die Frequenzen von Grafikchip und -speicher ohne viel Aufhebens auf vorgetestete Werte von 473 und 500 Megahertz angehoben. Dem Nutzer bleibt das zunächst verborgen, da APE keine Benutzeroberfläche oder ähnliches besitzt. Erst mit dem Freeware-Werkzeug ATITool 0.0.23 können wir uns der stattgefundenen Übertaktung sicher sein.
Sapphires neue Overclocking-Software "Trixx" kam bei unserem Test nicht zum Tragen. Dennoch wollen wir sie nicht unerwähnt lassen, da sie ab Mitte Mai allen Sapphire-Grafikkarten mitgegeben wird. Positiv fällt uns die einfache Bedienung auf, die auch Anfängern oder beidseitigen Linkshändern sehr leicht fallen dürfte. Der Unterpunkt "General" informiert auf einen Blick über den gerade gewählten Modus, Taktfrequenzen, Temperaturen und die Auslastung des Lüfters.
Unter "Overclocking" kann man zwischen vier verschiedenen Modi wählen, die - auf englisch zwar - anschaulich erklärt werden. Fällt die Wahl auf "Performance" oder "Extreme", so ermittelt Trixx automatisch die maximal möglichen Frequenzen von GPU und Grafikspeicher. Die ermittelten Werte von 438 und 432 Megahertz blieben jedoch deutlich unter denen von APE, was natürlich mit entsprechenden Leistungseinbußen quittiert wird.
Jagd auf GeForce 6600 GT
Mit ihrer Leistung liegt die Sapphire Toxic Radeon X700 Pro deutlich über der einer GeForce 6600, kommt aber weder an eine Grafikkarte mit ATi Radeon X800 XL, noch mit Nvidia GeForce 6800 GT heran. Hier deutet alles auf Nvidias GeForce 6600 GT als direkte Konkurrenz hin. Schleierhaft bleibt im Testverlauf, weshalb die ATi-Treiber die Speicherausstattung auf 256 statt 128 Megabyte beziffern. Laut Verpackung und einem Karten-Aufkleber entspricht die niedrigere Angabe der Realität.
| Temperaturen | |
|---|---|
| Last | |
| Grafikprozessor | 66,1 °C |
| Umgebung | 64,0 °C |
| Normalbetrieb | |
| Grafikprozessor | 49,3 °C |
| Umgebung | 55,0 °C |
Giftiger als andere
Im Vergleich zu gewöhnlichen X700-Karten wirkt Sapphires Toxic X700 Pro in der Tat besonders "giftig". Selbst bei starker Übertaktung geht sie absolut stabil und fehlerfrei zu Werke. Dabei kann man sich als Zocker an einem sehr niedrigen wie unaufdringlichen Lärmpegel erfreuen, der noch bei starker Überzüchtung erhalten bleibt.
Für die Toxic X700 Pro spricht weiterhin ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sowie der großzügige Lieferumfang. Mit 199 Euro bewegen sich die Ausgaben noch auf einem durchaus vertretbaren Niveau. Unser Fazit: Giftige Grafikkarte ohne Nebenwirkungen.
Schnittstellen und Lieferumfang
- DVI
- D-Sub (VGA)
- DVI-VGA-Adapter
- S-Video
- S-Video-Kabel
- Cinch-Kabel
- Adapter S-Video auf Cinch
- UV-Kaltlichtkathode (Sharkoon)
- Slotblende für Kühler
- CyberLink PowerDVD 5
- ATi Catalyst 4.11
- Sapphire APE
- Prince of Persia - Sands of time
- Splinter Cell - Pandora tomorrow

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