Auf dem Prüfstand: Der T-Sinus 1054 DSL
Störende Details
Viel ist es nicht, was wir am T-Sinus 1054 DSL vermissen. Hardwareseitig wären mehrere LAN-Anschlüsse oder ein USB-Port sicherlich wünschenswert, doch gibt es immerhin die Möglichkeit zum externen Nachrüsten. An der Firmware könnte die Telekom also noch ein paar Details verbessern.
So setzt der Router bei der Nutzung eines anderen Providers den MTU-Wert auf einen kleineren Wert herab, als er bei T-Online voreingestellt ist. Wem das nicht auffällt, der nimmt einen geringen Geschwindigkeitsverlust in Kauf; denn schließlich arbeiten die meisten DSL-Provider ebenfalls mit dem Maximalwert von 1492. Den T-Sinus 1054 DSL an einem anderen Anschluss als T-DSL zu betreiben ist gar nicht möglich - andere DSL-Standards lassen sich nicht einstellen.
Filesharer aufgepasst!
Sobald bei Kazaa, Emule & Co mehrere Datenverbindungen ins Spiel kommen, friert der Router schnell ein - das berichteten uns einige frustrierte Gerätenutzer. Ob das nun eine gewollte Sperre von T-Online ist, um großen Traffic zu vermeiden, werden wir vermutlich nie erfahren.
Guter Einstiegsrouter für T-Online-Kunden
Für Einsteiger wie Profis gleichermaßen geeignet - das trifft auf den T-Sinus 1054 DSL nicht ganz zu. Wer mit den kleinen Schwachstellen leben kann, kein Filesharing betreiben möchte und auch den Provider nicht wechseln will, trifft mit Telekom-Router eine gute Wahl. Denn an Bedienerfreundlichkeit ist das Gerät nicht zu übertreffen - sowohl was Anschluss als auch Betrieb betrifft.
Wer einen T-Sinus 1054 DSL sein Eigen nennen will, muss allerdings T-Online-Kunde werden - dort gibt es den Router je nach Paket für 29,99 oder 9,99 Euro. Ein späterer Wechsel steht zwar offen, doch hat der Router gelegentlich Schwierigkeiten mit Providern, die eigene Backbone-Netze betreiben wie zum Beispiel Tiscali. Für einen Wechsel eignen sich deshalb solche Provider, die allein mit Telekom-Technik arbeiten, wie beispielsweise GMX.
