Vollsperrung als Allheilmittel?
Sicherheit: AOL sperrt Phishing-Websites
Gestern Ebay, heute AOL, morgen die ganze Welt? Der Anti-Phishing-Kreuzzug läuft. Und mit AOL steigt das zweite Unternehmen in den Kampf gegen die Identitätsdiebe ein. Anders als wie Ebay nur zu warnen, lässt AOL es allerdings krachen und sperrt enttarnte Phishing-Seiten komplett für alle Kunden. Damit wirklich niemand mehr Gefahr läuft, sich in den Phisher-Netzen zu verfangen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Laufende Überwachung
- 2Filtern, filtern, filtern
- 3Die EU-Regierung unter den Providern
Alleine allerdings macht AOL das nicht. Der Anti-Phishing-Dienst des Online-Dienstes wurde in Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsunternehmen Cyota konzipiert und realisiert. Cyota gilt als kompetent in Sachen Sicherheit, betreut das Unternehmen doch diverse große Banken.
Laufende Überwachung
Die Mitarbeiter von Cyota überwachen laufend das Netz, suchen nach Unregelmäßigkeiten und gibt verdächtige Seiten schnellstmöglich an AOL weiter. Der Internet-Provider sperrt dann umgehend sein gesamtes Netz für diese Seite. Sprich: Niemand, der mit AOL surft, kann diese betroffene Seite mehr aufrufen. Stattdessen erscheint eine Warnmeldung.
Eine Vollsperrung auf der Datenautobahn sozusagen. Aber nicht, dass es dadurch zu Staus kommt, nein: Es wurde einfach die zahlreichen Ausfahrten geschlossen, die in gefährliches Territorium führen. Unnötig zu sagen, dass AOL diese Sperrungs-Technologie natürlich auch dazu einsetzen kann, unliebsame Seiten zu sperren, also eine Zensur des Webs vorzunehmen.
