Desktop-Ersatz mit 17-Zoll-Display
Dell Inspiron 9300 im Test: Vollwertiger PC im Notebook-Format
Benjamin Schnitzler
Leistungsmessung
Um nachvollziehbare Werte zu erzielen, wollen wir für unsere Messreihen auch das letzte Quäntchen Performance aus dem Inspiron 9300 herauskitzeln. Über Dells hauseigene Software "QuickSet" wählen wir zu diesem Zweck das Energieschema "Maximale Leistung". Die vertikale Bild-Synchronisierung stellen wir im Nvidia-Treiber der Version 67.71 auf inaktiv, sonst belassen wir dort alles auf den Standard-Einstellungen.
Dass unser Testkandidat bei den System-Benchmarks derart rasant zu Werke geht, ist in erster Linie seinem Herzstück zu verdanken. Denn der Pentium M 770 ist nunmal das schnellste Pferdchen aus Intels mobilem Rennstall. Mit seinen 2,13 Gigahertz schlägt er zum Teil sogar Shuttles Komplettrechner P 8100G mit einem auf 3,2 Gigahertz getakteten Desktop-Prozessor um Längen. Sein Übriges gibt der flotte wie üppig bemessene DDR2-Arbeitsspeicher hinzu.
Wenn ein Notebook den klobigen Desktop-Rechner ersetzen soll, sollte es in allen Disziplinen mit einem solchen mithalten können - so auch beim Spielen. Das Inspiron 9300 ist das bis dato schnellste Notebook, das jemals unseren Teststand verließ - 256 Megabyte Grafikspeicher machen sich bezahlt. Auf ATis nicht mehr ganz aktuellen Mobility Radeon 9700 mit nur 64 Megabyte fährt es nicht selten einen Vorsprung von doppelter Länge ein. Schlieren in 3D-Shootern sind dem Display weitestgehend fremd, lediglich bei schnellen Rennspielen wie "Trackmania Sunrise" geben sie sich zu erkennen.
Kann lange und leise
Ein wichtiges Kriterium eines Notebooks ist die Geräuschentwicklung. Während der Lärmpegel eines Desktop-PCs durch die richtigen Eingriffe noch auf ein erträgliches Maß gesenkt werden kann, lässt sich am Laptop längst nicht mehr so einfach nachträglich herumdoktern. Beim Inspiron 9300 ist das auch gar nicht nötig. Selbst angesichts der Dauerbelastung eines auf Endlosschleife laufenden Spiele-Benchmarks wird es niemals zu laut, nur ein wenig warm an der Unterseite. Im Alltagsbetrieb ist es kaum zu hören. Die Festplatte verhält sich so leise, als ob sich gar nicht da wäre.
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