Desktop-Ersatz mit 17-Zoll-Display
Dell Inspiron 9300 im Test: Vollwertiger PC im Notebook-Format
Benjamin Schnitzler
An dieser Stelle wollen wir nicht unerwähnt lassen, dass das hochauflösende Display des Inspiron 9300 eindeutig zu den besseren auf dem Markt gehört. Hinter dem Zusatz "TrueLife" steckt laut Dell folgendes: "TrueLife-Bildschirme sind heller und bieten ein besseres Kontrastverhältnis als herkömmliche Bildschirme mit Antiblend-Beschichtung". Für eine bessere Antiblend-Beschichtung mit weniger Reflexionen hätten wir jedoch lieber ein etwas niedrigeres Kontrastverhältnis in Kauf genommen. Zu den hellsten seiner Art gehört das verwendete Display auch nicht gerade. Erschwerend kommt hinzu, dass es bereits bei leichten Veränderungen des Blickwinkels in dunklere Gefilde abdriftet.
Platz verschenkt
Die Tastatur des potentiellen Desktop-Ersatzes vermittelt ein hochwertigen Eindruck - alle Tasten sitzen fest in ihrer Verankerung, beim Anschlagen muss weder zuviel, noch zuwenig Kraft aufgewendet werden. Mehr in funktionaler als ästhetischer Hinsicht weiß das silberne Touchpad zu gefallen. Der Bereich für den horizontalen und vertikalen Bildlauf ist klar hervorgehoben, die großen Tasten lassen sich nur schwer verfehlen. Doch sowohl Tastatur als auch Touchpad wirken angesichts des großzügigen Raumangebots wie auf verlorenem Posten. Hier hat Dell eindeutig Platz verschenkt, den man beispielsweise für einen zusätzlichen Nummernblock hätte nutzen können.
Dell Inspiron 9300
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Neben den eben genannten bietet das Display des Inspiron 9300 keine weiteren Gründe zur negativen Kritik. Besonders Videos werden darauf zu einem regelrechten Fest für die Sehorgane. Es ist sauber bis in alle Ecken ausgeleuchtet, die Interpolation von Auflösungen unterhalb von 1.920 x 1.200 Bildpunkten führt zu einem guten bis zufriedenstellenden Ergebnis. Neben starken Spiegelungen bringt die satte Schwarz-Darstellung nur einen einzigen weiteren Nachteil mit sich: bei dunklen Inhalten wird jedes ach so kleine Stäubchen sichtbar und zu einem klaren Fall für das Microfaser-Tuch.
An den integrierten Lautsprechern sollte des Schwergewichts sollte sich manch anderes Notebook ruhig ein Beispiel nehmen. Dank des integrierten Subwoofers klingen die Bässe satt und sauber, während die Stereo-Lautsprecher selbst bei hoher Lautstärke noch standfest bleiben und keine krächzenden Laute von sich geben. Dreht man den Regler auf Anschlag, dürfte sogar der schwerhörige Opa aus der letzten Reihe noch mitbekommen, was auf dem Notebook gerade gespielt wird. Bei der Wiedergabe von Videos und Musik erweisen sich die verchromten Bedienelemente am vorderen Rand als äußerst nützlich.
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