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Dell Inspiron 9300 im Test: Vollwertiger PC im Notebook-Format
Desktop-Ersatz mit 17-Zoll-Display

von Benjamin Schnitzler Uhr veröffentlicht

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Ein Notebook, das Größe zeigt: Dells Inspiron 9300 bietet mit 17 Zoll mehr Bildfläche als so mancher Schreibtischmonitor und macht damit Jagd auf ausgewachsene Desktop-PCs. Dazu fährt es schweres Geschütz auf - eine GeForce Go 6800 mit 256 Megabyte Grafikspeicher, ein Gigabyte RAM sowie einen 2,13 Gigahertz schnellen Centrino-Prozessor von Intel. Mit seinem Kampfgewicht von 3,6 Kilogramm spielt es in der mobilen Schwergewichtsklasse ganz vorne mit.

Ein Notebook, das Größe zeigt: Dells Inspiron 9300 bietet mit 17 Zoll mehr Bildfläche als so mancher Schreibtischmonitor und macht damit Jagd auf ausgewachsene Desktop-PCs. Dazu fährt es schweres Geschütz auf - eine GeForce Go 6800 mit 256 Megabyte Grafikspeicher, ein Gigabyte RAM sowie einen 2,13 Gigahertz schnellen Centrino-Prozessor von Intel. Mit seinem Kampfgewicht von 3,6 Kilogramm spielt es in der mobilen Schwergewichtsklasse ganz vorne mit.

Wie das bereits von netzwelt.de getestete Sony Vaio A297XP vereint es 1.920 x 1.200 Pixel auf dem Schirm. Zum Vergleich: ein handelsüblicher TFT-Monitor mit 17 Zoll muss sich mit gerade mal 1.280 x 1.024 Punkten zufrieden geben. Wer noch mehr sehen will, dem kommt das Inspiron 9300 mit der praktischen Option entgegen, gleich zwei externe Bildschirme anzuschließen. Nvidias mobiler Grafikchip bringt zu diesem Zweck neben einem analogen sogar gleich einen weiteren, digitalen Ausgang mit.

Altmodisch und modern

Seiner enormen Bauhöhe von 4,15 Zentimetern zum Trotz macht das Riesen-Notebook einen recht eleganten Eindruck. Zur optischen Aufwertung trägt ein mattes Silber, kombiniert mit weißen Umrandungen bei. Wem das zu langweilig ist, der kann gegen 34,80 Euro Aufpreis zu vier verschiedenen Oberschalen greifen, die einfach auf die Rückseite des Displays geklemmt werden. Neben "Mediterreanian Blue", "Cherrywood" und "Carbon Fibre" steht mit "Natural Leather" auch gediegene Leder-Optik zur Wahl.

Dell Inspiron 9300

Als wirklich aufregend ist das, was sich uns nach dem Aufklappen zeigt, nicht wirklich zu bezeichnen. Alles macht einen modernen und aufgeräumten Eindruck, weshalb nicht viel Zeit vergeht bis man sich dort zurechtfindet. Aus dem Jammertal der optischen Biederkeit retten das Inspiron runde, beinahe schon altmodisch wirkende Bedienelemente für Einschaltknopf und Mediensteuerung, die sich bei jedem Fingerdruck mit einem blauen Leuchten zu erkennen geben.

Glänzende Vorstellung mit Nebeneffekt

Um ihren Displays eine schönere und kontrastreichere Darstellung zu verleihen, nehmen viele Hersteller wie etwa Asus, Shuttle und Sony heutzutage leider gerne ergonomische Abstriche in Kauf. Beim Dell Inspiron 9300 verhält sich das nicht anders. Zwar besticht es mit einem angenehm scharfen wie farbenfrohen Bild, doch nicht selten sieht man sich selbst oder die nähere Umgebung darin wieder. Besonders dann, wenn sich Fenster oder starke Lichtquellen in unmittelbarer Nähe befinden. Besitzer von Röhrenmonitoren werden den unliebsamen Nebeneffekt wohl am ehesten nachvollziehen können.

An dieser Stelle wollen wir nicht unerwähnt lassen, dass das hochauflösende Display des Inspiron 9300 eindeutig zu den besseren auf dem Markt gehört. Hinter dem Zusatz "TrueLife" steckt laut Dell folgendes: "TrueLife-Bildschirme sind heller und bieten ein besseres Kontrastverhältnis als herkömmliche Bildschirme mit Antiblend-Beschichtung". Für eine bessere Antiblend-Beschichtung mit weniger Reflexionen hätten wir jedoch lieber ein etwas niedrigeres Kontrastverhältnis in Kauf genommen. Zu den hellsten seiner Art gehört das verwendete Display auch nicht gerade. Erschwerend kommt hinzu, dass es bereits bei leichten Veränderungen des Blickwinkels in dunklere Gefilde abdriftet.

Platz verschenkt

Die Tastatur des potentiellen Desktop-Ersatzes vermittelt ein hochwertigen Eindruck - alle Tasten sitzen fest in ihrer Verankerung, beim Anschlagen muss weder zuviel, noch zuwenig Kraft aufgewendet werden. Mehr in funktionaler als ästhetischer Hinsicht weiß das silberne Touchpad zu gefallen. Der Bereich für den horizontalen und vertikalen Bildlauf ist klar hervorgehoben, die großen Tasten lassen sich nur schwer verfehlen. Doch sowohl Tastatur als auch Touchpad wirken angesichts des großzügigen Raumangebots wie auf verlorenem Posten. Hier hat Dell eindeutig Platz verschenkt, den man beispielsweise für einen zusätzlichen Nummernblock hätte nutzen können.

Dell Inspiron 9300

Talentiert in Bild und Ton

Neben den eben genannten bietet das Display des Inspiron 9300 keine weiteren Gründe zur negativen Kritik. Besonders Videos werden darauf zu einem regelrechten Fest für die Sehorgane. Es ist sauber bis in alle Ecken ausgeleuchtet, die Interpolation von Auflösungen unterhalb von 1.920 x 1.200 Bildpunkten führt zu einem guten bis zufriedenstellenden Ergebnis. Neben starken Spiegelungen bringt die satte Schwarz-Darstellung nur einen einzigen weiteren Nachteil mit sich: bei dunklen Inhalten wird jedes ach so kleine Stäubchen sichtbar und zu einem klaren Fall für das Microfaser-Tuch.

An den integrierten Lautsprechern sollte des Schwergewichts sollte sich manch anderes Notebook ruhig ein Beispiel nehmen. Dank des integrierten Subwoofers klingen die Bässe satt und sauber, während die Stereo-Lautsprecher selbst bei hoher Lautstärke noch standfest bleiben und keine krächzenden Laute von sich geben. Dreht man den Regler auf Anschlag, dürfte sogar der schwerhörige Opa aus der letzten Reihe noch mitbekommen, was auf dem Notebook gerade gespielt wird. Bei der Wiedergabe von Videos und Musik erweisen sich die verchromten Bedienelemente am vorderen Rand als äußerst nützlich.

Leistungsmessung

Um nachvollziehbare Werte zu erzielen, wollen wir für unsere Messreihen auch das letzte Quäntchen Performance aus dem Inspiron 9300 herauskitzeln. Über Dells hauseigene Software "QuickSet" wählen wir zu diesem Zweck das Energieschema "Maximale Leistung". Die vertikale Bild-Synchronisierung stellen wir im Nvidia-Treiber der Version 67.71 auf inaktiv, sonst belassen wir dort alles auf den Standard-Einstellungen.

Dass unser Testkandidat bei den System-Benchmarks derart rasant zu Werke geht, ist in erster Linie seinem Herzstück zu verdanken. Denn der Pentium M 770 ist nunmal das schnellste Pferdchen aus Intels mobilem Rennstall. Mit seinen 2,13 Gigahertz schlägt er zum Teil sogar Shuttles Komplettrechner P 8100G mit einem auf 3,2 Gigahertz getakteten Desktop-Prozessor um Längen. Sein Übriges gibt der flotte wie üppig bemessene DDR2-Arbeitsspeicher hinzu.

Wenn ein Notebook den klobigen Desktop-Rechner ersetzen soll, sollte es in allen Disziplinen mit einem solchen mithalten können - so auch beim Spielen. Das Inspiron 9300 ist das bis dato schnellste Notebook, das jemals unseren Teststand verließ - 256 Megabyte Grafikspeicher machen sich bezahlt. Auf ATis nicht mehr ganz aktuellen Mobility Radeon 9700 mit nur 64 Megabyte fährt es nicht selten einen Vorsprung von doppelter Länge ein. Schlieren in 3D-Shootern sind dem Display weitestgehend fremd, lediglich bei schnellen Rennspielen wie "Trackmania Sunrise" geben sie sich zu erkennen.

Kann lange und leise

Ein wichtiges Kriterium eines Notebooks ist die Geräuschentwicklung. Während der Lärmpegel eines Desktop-PCs durch die richtigen Eingriffe noch auf ein erträgliches Maß gesenkt werden kann, lässt sich am Laptop längst nicht mehr so einfach nachträglich herumdoktern. Beim Inspiron 9300 ist das auch gar nicht nötig. Selbst angesichts der Dauerbelastung eines auf Endlosschleife laufenden Spiele-Benchmarks wird es niemals zu laut, nur ein wenig warm an der Unterseite. Im Alltagsbetrieb ist es kaum zu hören. Die Festplatte verhält sich so leise, als ob sich gar nicht da wäre.

Seinen Träger belohnt Dells High-End-Notebook mit einer relativ langen Laufzeit von zwei Stunden und 50 Minuten. Für den Ausdauertest wählten wir das Energieschema "Minimaler Energieverbrauch" und versetzten die GeForce Go 6800 über Nvidias "PowerMizer" ebenfalls in diesen Zustand. Die Helligkeit des Displays stellten wir zwei Stufen unter dem Maximum ein, sodass sich noch ein gut erkennbares Bild abzeichnete. Eine relativ lange Laufzeit steht hier im Gegensatz zu der anderer Desktop-Ersätze, wie etwa dem Sony Vaio VGN-A297XP, welches mit einem 1,8-Gigahertz-Prozessor der ersten Centrino-Generation ausgestattet ist.

Ade, Desktop-PC

Die Tage des klobigen Desktops sind gezählt. Das Inspiron 9300 zählt in unseren Augen zwar nicht zu den schönsten Notebooks, aber zweifellos zu den schnellsten und leisesten. Die Bildqualität ist hervorragend, wird jedoch von Spiegelungen nicht unerheblich beeinträchtigt. Im Monitor- und Notebook-Sektor ist das leider kein Einzelfall mehr.

In der vorliegenden Konfiguration schlägt das Inspiron 9300 mit 2.391 Euro zu Buche - für die gebotene Spitzenleistung und zahlreichen Schnittstellen nicht zuviel verlangt. Der Einstiegspreis mit weniger schnellen und hochauflösenden Komponenten beginnt bereits ab 1.149 Euro.

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http://www.netzwelt.de/news/70888-dell-inspiron-9300-test-vollwertiger-pc-notebook-format.html
2005-04-23 10:39:00
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