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Kleiner Teufel: Acht THX-Boxen aus Berlin im Test
Teufel Concept G THX 7.1 im Test

von Michael Knott Uhr veröffentlicht

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Der Lautsprecher-Spezialist Teufel verspricht für 400 Euro Kinoerlebnis mit Brief und Siegel. Als erstes europäisches Lautsprecher-Set darf sich das Concept G THX 7.1 nämlich mit dem begehrten THX-Logo schmücken. Ob das allein schon ausreicht um für ein kinoähnliches Film- und Musikvergnügen zu garantieren, lesen Sie in diesem Test.

Der Lautsprecher-Spezialist Teufel verspricht für 400 Euro Kinoerlebnis mit Brief und Siegel. Als erstes europäisches Lautsprecher-Set darf sich das Concept G THX 7.1 nämlich mit dem begehrten THX-Logo schmücken. Ob das allein schon ausreicht um für ein kinoähnliches Film- und Musikvergnügen zu garantieren, lesen Sie in diesem Test.

Mit einem empfohlenen Verkaufspreis von 399 Euro spielt das Set in der gleichen Liga, wie das von uns bereits getestete Logitech-Ensemble Z-5500 Digital.Die Unterschiede beider Systeme werden spätestens nach dem Auspacken klar. Statt fünf Boxen plus Subwoofer, liegen im Teufel-Paket gleich sieben Satelliten neben der mächtigen Bassbox im Paket.

Die zwei zusätzlichen Lautsprecher finden ihren Platz zwischen den hinteren Effektlautsprechern, und den vorderen Stereo-Boxen. Gedacht ist das Set für den Betrieb über eine entsprechende Soundkarte am PC. Da das Teufel-Set nicht über einen integrierten Decoder für Surround-Signale verfügt, muss also eine entsprechende Soundkarte am PC, oder ein 7.1-Receiver als Teil der HiFi-Anlage vorhanden sein. Für unseren Test wählten wir die Sound Blaster Audigy 2 ZS PCI 7.1 von Creative.

Lieferumfang

Im günstigen Set findet man alles was man für die Installation benötigt. Neben den Boxen sind noch 35 Meter Lautsprecherkabel, vier Adapterkabel zum Anschluss an die Soundkarte, Netzkabel sowie Gummifüsse für die Satelliten im Lieferumfang enthalten.

Teufel Concept G THX 7.1

Die sieben Satelliten werden mit dem Subwoofer verbunden, dieser wiederum mit der Soundkarte am Rechner. Die exakte Position der Boxen wird in der recht sparsamen Bedienungsanleitung nur kurz erleutert, auf der Homepage des Anbieters dafür umso ausführlicher. Auf Wunsch eignen sich die Satelliten auch für eine Wandmontage.

Wenig erstaunlich für diese Preisklasse ist die Materialwahl der 9,5 x 13,0 x 11,0 Zentimeter großen, und rund ein Kilogramm schweren Boxen. Statt teurem Holz kommt in unserem Falle graues Plastik zum Einsatz, welches aber zum Glück wirklich sauber verarbeitet ist.

Die Satelliten

Auf der Rückseite finden wir vergoldete Schraubanschlüsse. Hier macht sich bereits ein deutlicher Unterschied zu den fest verkabelten Logitech-Satelliten bemerkbar. Bei einem Kabelbruch oder einem Umstellen der Anlage wird man sich über verschraubte Kabelanschlüsse nämlich freuen wie ein Schneekönig.

Bedenkt man das in dem grauen Kasten gleich acht Endstufen (sieben für die Satelliten und eine für die Bassbox selbst) stecken, relativiert sich die anfangs wuchtige Erscheinung schnell wieder. 800 Watt Musik- und 400 Watt Sinus-Leistung garantieren vom Zahlenwerk her schon einmal mächtig Dampf. Ein weiterer Unterschied zum nicht überzeugenden Brutalo-Bass des Logitech-Sets wird ersichtlich: Der Teufel-Subwoofer ist als so genannter Frontfire ausgelegt, und lässt sich auf der Rückseite stufenlos in der Frequenz regeln.

Auf der Rückseite der 15 Kilogramm schweren Box finden sich mächtige Kühlrippen sowie die Eingänge der Satelliten. Auf der Vorderseite geht es aufgeräumt zu. Ein Display verrät das jeweilige Lautstärke-Level, sowie Infos zu den einzelnen Kanälen. Zusätzlich befindet sich dort noch ein Infrarot-Empfänger für Befehle der zum Lieferumfang gehörenden Fernbedienung.

Das Set bauten wir samt Rechner in einem quadratischen Raum von etwa 20 Quadratmetern auf. Um es kurz zu machen: Der Klang den das Concept G liefert ist für diese Preisklasse absolut beeindruckend. Besonders der angenehm warme Sound des Subwoofers überzeugte uns völlig, und lässt sich mittels eines Reglers an den Rückseite fein abstimmen. Die Reichweite des Bassdrucks geht von sanft begleitend, bis zu unüberhörbar in den Vordergrund spielend.

Der Klang

In Ego-Shootern wie Half-Life 2 kommt dank der sieben Satelliten echte Gänsehautstimmung auf - man kann seine Gegner förmlich anschleichen hören. Untermalt wird die Klangkulisse durch tiefes Bassgrummeln bei Explosionen. Der Räumlichkeitseindruck ist wirklich beeindruckend und lässt das 5.1-System von Logitech schnell hinter sich.

Der Klang der bei Spielen im Arbeitszimmer für eine prächtige Kulisse sorgt, verliert sich im größeren Wohnzimmer dann aber wieder ein wenig. Bei der Wiedergabe von DVDs wird zwar immer noch ein plastischer Klang ans Ohr geleitet. Im Vergleich zu einem "waschechten" Boxen-Ensemble hat das Teufel-Set allerdings das Nachsehen. Dies ist aber auch noch lange kein Beinbruch wenn man bedenkt, dass solche Systeme ab 1.500 Euro aufwärts gehandelt werden.

Selbst bei hohem Pegel stößt das System nicht an die Grenzen. Allein Dialoge werden dann vom Center ein wenig verzerrt wiedergegeben. Dann steckt man schnell in einer Zwickmühle - dreht man die Leistung des für Dialoge zuständigen Centers zurück, wird das gesprochene Wort schnell vom restlichen System übertönt. Hier sprechen wir allerdings von einer Lautstärke bei der die Nachbarn eh schon mit Schaum vorm Mund auf der Matte stehen.

Fazit

Mehr kann von einem Boxen-Set dieser Preisklasse nicht erwarten. Zwar erscheint ein Preis von 400 Euro für den klanglichen Ausbau des Rechners anfangs noch sehr hoch. Wer aber einmal ein solches Set in den eigenen vier Wänden hatte, wird danach jedes Baumarkt-Lautsprecher-Set keines Blickes mehr würdigen. Die aktiven Teuel-Boxen können auch als teilaktives System an einen Surround-Receiver angeschlossen werden - ihren wahren Einsatzzweck finden sie aber als (Zweit)-Set am Rechner.

Auch den direkten Vergleich zum Logitech Z-5500 Digital kann Teufel für sich entscheiden. Zwar bietet das Logitech-System dank der externen Decoder-Box mehr Anschlussmöglichkeiten; und vielleicht macht es auch optisch mehr her. Bei der wichtigsten Disziplin, dem Klang, zieht das Concept G aber gnadenlos an der Konkurrenz vorbei.

Technische Daten Satelliten
Belastbarkeit nach IEC-Norm Long Term40 Watt
Belastbarkeit nach IEC-Norm Short Term70 Watt
Impedanz4-8 Ohm
Tiefmitteltöner80 Millimeter Durchmesser mit Papiermembran
Hochtöner20 Millimeter Durchmesser Kalotte
GehäuseaufbauGeschlossen
Magnetische Abschirmungja
Abmessungen9,50 x 13,00 x 11,00 Zentimeter
Technische Daten Subwoofer
Tieftöner250 Millimeter im Durchmesser, Zellulose-Membran
Sinus-Ausgangsleistung400 Watt
Musik-Ausgangsleistung800 Watt
Übertragungsbereich35-160 Hz (-3 dB)
akkustisches PrinzipBassreflex-System
Magnetische AbschirmungJa
Magnetische Abschirmungja
Abmessungen33,80 x 47,00 x 38,3 Zentimeter

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http://www.netzwelt.de/news/70872-kleiner-teufel-acht-thx-boxen-berlin-test.html
2005-04-20 17:57:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/gallery/2008/518/3655.jpg
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