Auf der Jagd nach der Hommingberger Gepardenforelle
Heise ruft zur Google-Manipulation auf
Internet & Netzwelt
Was nutzt eine fantastische Internet-Seite, wenn sie niemand findet? Nichts, und deswegen muss sie bei den populären Suchmaschinen weit nach oben gebracht werden. "Search Engine Optimization" (SEO), die Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen, hat sich zu einem eigenen Geschäftsfeld entwickelt. Die Kollegen des Magazins c't aus dem Heise-Verlag haben nun zu einem entsprechenden Wettbewerb aufgerufen.
Im Mittelpunkt des Wettbewerbs steht die Hommingberger Gepardenforelle - ein Fisch, den es überhaupt nicht gibt. Es gewinnt derjenige, dem es gelingt, seine Seite bei den Suchergebnissen von Google, Yahoo, MSN und Seekport ganz oben zu platzieren. Zu gewinnen gibt es: nichts.
Wer am besten trickst, gewinnt
Am 15. Mai und am 15. Dezember, jeweils um 11 Uhr, sollen die Gewinner auf Heise Online festgestellt werden. Heise selbst hat sich aber bereits die Domain hommingberger-gepardforelle.de gesichert und steht damit momentan auf Platz 2 bei Google. Auf Platz 1 steht die Ankündigung des Wettbewerbs auf heise.de.
Die eigene Seite hat Heise nach eigenen Angaben mit legitimen Mitteln optimiert und lässt sie außer Konkurrenz im Wettbewerb mitlaufen. Den Namen habe man erfunden, weil es weder den Ort Hommingberg, noch eine Gepardenforelle gebe. Man merkt der Seite aber schon an, dass sie optimiert wurde: Die Hommingberger Gepardenforelle wird doch etwas oft genannt.
Nicht der erste Wettbewerb
Ein ähnlicher Wettbewerb hatte bereits vor rund einem Jahr im englischsprächigen Internet stattgefunden; dabei ging es darum, die sinnlose Phrase "nigritude ultramarine" in Webseiten einzubauen. Der Heise-Verlag richtet den Wettberweb aus, um neue Trends in der Optimierung zu finden. Außerdem soll so ein Einblick in die Ranking-Mechanismen möglich sein.
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