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19.04.2005
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Eigenspiel stinkt

Festplatten-Schaden? Ruhig bleiben!

Sicherheit

An dieser Stelle ist ein Weitermachen unmöglich, Scheibe und Lesekopf sind verkantet, nichts geht mehr. Um die Daten zu retten, muss ein Experte ran. Doch es gibt auch weniger schwere Fälle: Zum Beispiel dann, wenn der Motor der Festplatte unrund läuft oder etwas auf der Steuer-Platine der Festplatte durchbrennt. Dann kann es sein, dass die Platte weiter läuft. Zumindest, bis sie ausgeschaltet ist. Ein Neustart allerdings bringt den Tod, genau wie der Versuch, den Datenträger möglicherweise mit Programmen wie Scandisk zu reparieren.

Computerbild-Wissen und heißer Kaffee

Laut einer Umfrage der Datenrettungs-Firma Kroll Ontrack sind allerdings nur die wenigsten User darüber informiert, dass ein Rettungversuch alles noch viel Schlimmer macht: Nur 13 Prozent aller Befragten dachte im ersten Moment nach einem Crash an eine Nachfrage bei der IT-Abteilung. 75 Prozent hingegen versuchten sich erst einmal, ausgerüstet mit Computerbild-Wissen und einem frischen, heißen Kaffee, selbst an dem defekten Datenträger.

Mit fatalen Folgen: In den meisten Fällen nämlich ging die Festplatte samt Daten dabei über den Jordan. Denn moderne Betriebssysteme sind wahre Festplattenquäler: Egal, was sie tun und lassen, ständig greifen sie auf diverse Dateien zu. Es rödelt und rockt im Alu-Gehäuse. Deshalb sollte auch bei Problemen direkt Abstand davon genommen werden, den Rechner neu zu starten. Ein Vorgang, der gerade Windows-Nutzern als Problemlöser Nummer eins in Fleisch und Blut übergegangen ist.

Defekte Sektoren

Denn wenn der Rechner neu startet, ist die Festplatten-Belastung besonders hoch. Da werden Auslagerungsdateien angelegt, Rechte repariert, Treiber gesucht und Ordner überprüft. Entsprechend hoch die Gefahr, dass wichtige Daten dabei verloren gehen. Auch Scandisk und Konsorten sind keine gute Lösung. Sie versuchen normalerweise, defekte Sektoren zu finden. Liegen stattdessen Hardware-Defekte vor, vermurksen diese Tools normalerweise mehr, als sie retten.

Doch wie macht sich ein Hardware-Defekt bei einer Festplatte bemerkbar? Neben der Akkustik, also ungewöhnlichen Klack-, Knirsch- oder Pfeifgeräuschen zum Beispiel dadurch, dass der Rechner die einfachsten Dinge nicht mehr zustande bringt. Kopieren von Dateien oder simples Abspeichern zum Beispiel. Möglicherweise zeichnet sich die defekte Platte auch durch das ständige Ausspucken von Fehlermeldungen und Spontanabstürze ab. Aber vorsicht, liebe Windows-Nutzer: Das könnte auch einfach am Betriebssystem liegen.


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