Was kann der tragbare Unterhaltungskünstler?
Wenn es ein wenig mehr sein darf: Archos AV420 im Test
MP3-Hardware
Bei höchster Zoomstufe stößt die Display-Auflösung allerdings schnell an ihre Grenze, und die angezeigten Bilder werden stark pixelig. Ähnlich dem Jobo Giga Vu, zeigt auch der Archos-Player auf Wunsch Informationen zu Blende, Kameratyp und weitere Details des Fotos an. An die Fotoqualitäten des Jobo-PMP kommt der Player aber nicht heran.
Dafür bietet er in einer unserer Meinung nach wichtigeren Kategorie mehr Komfort. Denn trotz der zahlreichen Multimedia-Eigenschaften des AV420 soll solch ein Gerät natürlich bitteschön auch ganz gewöhnliche Musik abspielen.
Halbherziger Musikspaß
Der Archos gibt sich bei der Formatfrage mit MP3-, WMA- und WAV-Unterstützung zufrieden. Einzelne Titel lassen sich auf Knopfdruck in der Bibliothek wiederfinden. Ist die Festplatte aber ordentlich mit Liedern gefüllt, dauert es bisweilen ziemlich lange bis man durch die kompletten Listen geblättert hat. Lediglich nach Interpret, Titel und Genre lässt sich das Liedgut ordnen.
Bei der Musik-Wiedergabe wird das komplette Display zur Anzeige von Informationen herangezogen. Neben Kompressionsrate, Spieldauer, Interpret, aktueller und folgender Titel, bleibt sogar noch genügend Raum zur Anzeige des Album-Covers.
Der Klang der Jukebox geht in Ordnung, wenn er auch nicht völlig überzeugen kann, und erst recht nicht an den sahnigen Sound des Olympus Mr-500i heranreicht. Höhen und Mitten werden sauber dargestellt - Abzüge gibt es bei der Basswiedergabe die häufig übersteuert wirkt. Über die mitgelieferten Stereo-Kopfhörer ist dieser Makel nicht ganz so auffällig, wie an unserem Testkopfhörer Sennheiser HD 280 pro.
Zum Feintuning des Klanges bietet die Oberfläche einen Equalizer, mit welchem man den ein oder anderen Schnitzer herausbügeln kann. Am schwachen Bass kann aber auch er nichts ändern. Voreingestellte Klang-Presets sucht man beim Archos AV420 völlig vergebens - schade. Auch ein Radio kostet bei der multimedialen Allzweckbox extra. Dieses gibt es nämlich nur in Kombination mit der aufpreispflichtigen Kabelfernbedienung.
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