VoIP-Anbieter gegen die großen DSL-Provider
sipgate: Unabhängigkeit hat ihren Preis
Wer 1997 seinen Internetprovider wechselte, hatte eines schnell gelernt: Eine lebenslange E-Mail-Adresse ist Gold wert. GMX versprach genau dies, Unabhängigkeit vom Provider, und hatte damit einschlagenden Erfolg. Einen ähnlichen Weg möchte sipgate nun als Anbieter von Internet-Telefonaten gehen. Ob sipgate tatsächlich das GMX für VoIP-Telefonate werden kann?

Inhaltsverzeichnis
- 1VoIP-Anbieter gegen DSL-Provider
- 2Einfache Preise,...
- 3... einfache Handhabung
- 4Fazit: Eine gute Wahl
Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Sprachqualität von sipgate ist auf einem Niveau mit herkömmlichen Telefongesprächen; ein Anruf ins deutsche Festnetz kostet 1,79 Cent pro Minute, aufs Handy 19,9 Ct/min; monatliche Fixkosten fallen nicht an; eine Vertragsbindung gibt es auch nicht. Wer bislang Call-by-Call genutzt und zuhause einen DSL-Anschluss hat, kann bedenkenlos zu sipgate wechseln. Lediglich eine geeignete VoIP-Hardware muss angeschafft werden, aber die erhält man meist günstig beim DSL-Provider.
VoIP-Anbieter gegen DSL-Provider
Der Vergleich zwischen sipgate und GMX hinkt allerdings. Eine E-Mail-Adresse kann man in der Tat sein Leben lang behalten, sofern der Freemailer nicht aus dem Netz verschwindet oder sein Angebot kostenpflichtig macht. Die Telefonnummer jedoch wird alle paar Jahre gewechselt. Beim Umzug in eine andere Stadt oder beim Wechsel des Handyvertrages.
Hier liegt auch das eigentliche Problem eines netzunabhängigen VoIP-Anbieters: Man ist gewohnt, dass sich beim Umzug die Rufnummer ändert. Wird dann auch noch der DSL-Provider gewechselt, fällt dies überhaupt nicht auf. Auch sipgate müsste bei einem Stadtwechsel die Rufnummer austauschen. Die Telefonnummer fürs ganze Leben gibt es also nur für Bodenständige.
Hätten die DSL-Provider nicht auch eigene VoIP-Angebote, sipgate wäre unangefochten die Nummer eins. sipgate ist sexy, aber leider nicht der günstigste. Dies hat einen guten Grund: Die DSL-Provider müssen kein Geld mit Internet-Telefonaten verdienen. Ihnen reichen die Einnahmen aus DSL-Anschluss und DSL-Tarif aus, um satte Gewinne einzufahren. Voice-over-IP kurbelt dann nur den Datenverbrauch an und kann zum Selbstkostenpreis laufen. Bei 1&1 kosten VoIP-Telefonate deshalb auch bloß einen Cent pro Minute.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Internettelefonie hier.

Es wäre sehr hilfreich wenn du den von dir gewählten Tarif erwähnen würdest. Es gibt nur einen "ohne" Grundgebühr. Zitat: Mehr als 1 Jahr später ...