Schicker Player mit Mini-Festplatte im Test
Sweeter one? iRiver H10 im Test
Michael Knott
Gut aussehende Menschen mit erotisierendem Blick essen rote Äpfel und lassen sich in den Metropolen dieser Welt von Musik inspirieren, die von der fünf Gigabyte großen Festplatte des H10 abgespielt wird. Auf der Homepage von iRiver scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Wir sagen Ihnen ob der Player auch im tristen Alltags-Betrieb für Freude sorgt.
Flach und edel - das ist das Begriffspaar das einem als erstes einfällt, wenn man den mittleren Spross der H10-Familie in den Händen hält. Zwar besteht sein Gewand ausschließlich aus schnödem Plastik. Die Verarbeitung und die Abmaße aber lassen den H10 schnell zum Handschmeichler werden.
Anzugträger oder Bahnhofskind?
Die flache Optik in Kombination mit einem 1,5 Zoll großen Display und einem berührungsempfindlichen Mittelstreifen will aber nicht ganz zum Bild der hippen MP3-Generation passen. Den H10 zückt man eher aus der Hemdtasche des Nadelstreifen-Anzuges, statt aus dem versifften Bundeswehr-Rucksack möchte man meinen.
Als einer der ersten dieser Klasse stellt der 96 Gramm schwere Player auf seinem Display nicht nur Informationen zu Titel und Interpret dar, sondern bei Bedarf auch Textdateien und sogar Urlaubsfotos in 260.000 Farben.
Sinn und Unsinn eines Mini-Farbdisplays
Ob es wirklich Sinn macht sich auf einem Display mit einer Diagonalen von gerade einmal vier Zentimetern Bilder anzuschauen sei einmal dahin gestellt. Fest steht hingegen, dass es wesentlich mehr Spaß macht auf einer solchen Anzeige, die durch ihre brillante Schärfe und einem guten Kontrast zu überzeugen weiß, durch Ordner und Verzeichnisse zu blättern, als dies bei OLED- oder Monochrom-Displays der Fall ist.
Eine weitere Besonderheit des H10 ist das mittig angeordnete Touchpad welches zur Steuerung des Players dient. Ohne Tastendruck kann man so mit dem Finger hoch und runter scrollen. Ähnlich wie beim von uns bereits getesteten Creative Zen Touch, ist auch beim iRiver-Player dieser Mittelstreifen aber nicht ohne Makel.
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