IFPI und RIAA verklagen auch weiterhin Filesharer
Music Markt: Musikindustrie weitet Klagen gegen Filesharer aus
Auch zukünftig soll es den Filesharern an den Kragen gehen. Mit neuen Klagewellen in mittlerweile zwölf Ländern geht die IFPI (International Federation of the Phonographic Industry) auch weiterhin rechtlich gegen Tauschbörsennutzer vor.
Inhaltsverzeichnis
- 1RIAA ermittlet gegen US-Studenten
- 2Schaffen Klagen Unrechtbewusstsein oder nur Angst?
- 3US-Studie zeigt Einstellung von Usern
Grund dafür ist laut Pressemitteilungen der deutschen und österreichischen Landesverbände der IFPI, der immer noch "inakzeptabel hohe" Anteil von illegal heruntergeladenen Songs aus dem Internet.
Dabei zeigt man sich zumindest in Deutschland zufrieden mit den Ergebnissen, die durch die bundesweite Klagewelle gegen Filesharer erreicht wurden. Laut der aktuellen Brennerstudie der IFPI sind die Downloads aus Tauschbörsen im letzten Jahr um rund 200 Millionen zurückgegangen.
Dies schreibt man vor allem den rund 570 Verfahren gegen Filesharer zu (und vor allem dem damit verbundenen Abschreckungseffekt), die seit dem März 2004 gegen deutsche P2P-Nutzer eingeleitet wurden. Trotzdem belaufen sich die P2P-Downloads bei uns im Lande immer noch auf stolze 382 Millionen im Jahr 2004. Übrigens wurden nach den USA in Deutschland vergleichsweise die meisten Fälle gegen Filesharer eingeleitet.
Klagewelle wird ausgeweitet
Auch die ausländischen Schwestergesellschaften der IFPI zeigen sich erfreut über einen Rückgang von getauschten Musikdateien. Gleichzeitig will man die rechtlichen Schritte gegen die Filesharer "scharf" fortsetzen.

"Wir wollen niemanden kriminalisieren, aber die aktuelle Rechtslage zwingt uns dazu, den Weg der Strafverfahren zu gehen. Und wir wollen auch niemanden durch überzogene Schadensersatzforderungen ruinieren. Aber jedem muss klar sein, dass Internet-Piraterie kein Kavaliersdelikt ist und im Netz niemand anonym bleibt." - Klare Worte von Michael Haentjes, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Phonoverbände. Die Musikindustrie macht also ernst und ist sogar bereit die Zahl der P2P-Klagen in den nächsten Monaten noch stärker auszuweiten.




