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12.04.2005
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Fiese Tricks à la Microsoft

Microsoft vs. Apple: Sind AAC-Dateien ein Sicherheitsrisiko?

Music Markt

Dann die Feuerprobe: Ein Klick auf "Antworten" und zurück mit der leidigen Testmail, diesmal auch garantiert mit der richtigen Adresse, man soll ja eigene Fehler nicht ausschließen. Und mal wieder: Fehlanzeige. Aus irgendeinem Grund konnte keine Mail mit dem Hotmail-Testaccount empfangen werden. Kleinkariert könnte man nun nach dem "Warum?" fragen, großzügig sollte vielleicht angenommen werden, dass es schlicht damit zusammenhing, dass der Account zu neu war.

Kein Empfang auf allen Kanälen

So oder so blieb die Testmöglichkeit aus. Genau wie die Aufklärungsversuche seitens Microsoft, was es denn nun mit der ominösen AAC-Sperre auf sich hat. Allerdings ist die Erklärung auch ohne Stellungnahme von Microsoft recht einfach: Microsoft setzt auf die Unsicherheit unerfahrener Anwender und seine marktbeherrschende Stellung im Bereich Betriebssysteme.

Auf diesem Weg lässt sich perfekt ein subtiler Angriff auf den Kaufmusik-Marktführer fahren. Denn wenn das AAC-Format als Sicherheitsrisiko gilt, sich dieses Sicherheitsrisiko in die Köpfe einbrennt, hat Microsoft zumindest die User auf seiner Seite, die ein etwas gestörtes Sicherheitsbewusstsein haben. Diese Leute sind normalerweise Obrigkeitsgläubig und vertrauen Microsoft, haben aber gleichzeitig Angst vor Viren.

Durchsetzungsvermögen, the Microsoft way

Wenn sich unter diesen Leuten durchsetzen sollte, dass AAC-Files ein Sicherheitsrisiko darstellen können, wird das Apple vielleicht den ein oder anderen Käufer kosten. So, als ob Apple ein Interesse daran hätte, das eigene Musikformat einzusetzen, um Microsoft Ärger zu machen und Windows anzugreifen.

Das entspricht natürlich nicht den Tatsachen. Die Einordnung, welche Dateien schädlich sind und welche nicht, ist Microsofts Sache. Es wäre nicht das erste Mal, dass der Software-Gigant auf solch hinterhältige Weise an den Stühlen von unliebsamen Konkurrenten sägt. MSN-Nutzer sollten auf jeden Fall einmal testen, ob und bei welchen Dateien genau Microsofts Virenschutz eingreift.


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