Viele Anwender verstehen Sicherheits-Begriffe nicht
Nerd-Deutsches Problem: IT-Sprech oft unverständlich
"Es muss announced werden, sobald das Peering reliable ist" - so schlimm ist es noch nicht, nicht bei netzwelt.de oder anderen Magazinen. Trotzdem stecken die Magazine in einer Zwickmühle: Auf der einen Seite betreiben sie Verbraucherschutz, indem sie immer wieder vor Spam, Dialern und Trojanern warnen, auf der anderen Seite versteht ein Teil der Leser die Begriffe nicht - das wars dann mit der Sicherheit.
Das zumindest hat AOL Großbritannien in einer Studie herausgefunden. Zwar hätten demnach 83 Prozent der Internet-Nutzer Angst um die Sicherheit ihrer persönlichen Daten, mehr als 60 Prozent wissen aber nicht, was ein Trojaner ist. 16 Prozent der Befragten haben noch nie von Spam gehört. Und 84 Prozent verstehen das Wort "Phishing" nicht - obwohl es englisch ist.
Fischen gehen?
Dann sieht es in Deutschland wohl noch schlimmer aus. Gleichzeitig wird aber deutlich, in welchem Dilemma sowohl die Verbraucherschützer als auch die Internet-Nutzer stecken: Die Einen wollen den Anderen helfen, können sich aber kaum verständlich machen. Denn nicht bei jeder Warnung vor Viren, Würmern, Trojanern, Phishing-Attacken oder Spam-Wellen erklären die Experten, um was es sich genau handelt. Wie aber soll der Nutzer den Gebrauch einer Firewall einsehen, wenn er nicht weiß, was das überhaupt ist?
Vielleicht hat aber auch der Nutzer selbst die Pflicht, sich zu informieren. Wenn es um andere Belange geht, bekommt man ja auch nicht alles frei Haus erklärt: Wäsche waschen, Auto reparieren, Urlaub machen - der normale Mensch informiert sich darüber, bevor er einfach mal was macht. Und wenn er es nicht tut, weiß er auch, warum er sich manchmal auf die Schnauze legt.
