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Brisante Festplatte: Polizist ist schuld am Datenverlust
Sicherheit
Geldnot statt Spionage
Schließlich ging es nur darum, ein wenig Geld zu verdienen. Sind die ehemaligen Volkspolizisten bei der brandenburgischen Polizei derart schlecht bezahlt, dass sie beim Arbeitgeber stehlen müssen? Vermutlich nicht. Doch dieses Licht fällt auf Brandenburg und seine Regierung. Obwohl man die Schuld ja effizient der DDR zugeschoben hat, indem man den Täter als Volkspolizisten bezeichnete. Dumm dabei: Die DDR ist seit über 15 Jahren Geschichte. Zumindest offiziell, auch wenn gemunkelt wird, die EU sei die offizielle Nachfolge-Organisation.
Peinlich ist es allemal. Denn VoPo oder nicht, Fakt ist, dass es für einen einfachen Mitarbeiter scheinbar kein Problem darstellt, mal eben eine Festplatte mit brisanten Daten zu entführen. Es ist kaum zu erwarten, dass der 45-jährige in den 8 Jahren mittlerem Dienst bei der Volkspolizei ausreichende Spionage-Kenntnisse gesammelt hat, um im Stil eines James Bond sieben Festplatten im Gesamtwert von 140 Euro zu entführen. Übrigens ist das der Preis für etwa 14 Kisten Bier.
Verschwindibus maximus
Hätte der Polizist vor der Auktion darauf geachtet, die Festplatte auf brisante Daten zu überprüfen, hätte er weder diesen Skandal provoziert, noch seinen Job verloren. Der allgemein in Polizeilagern zu beobachtende Schwund ist ein Nebeneffekt der Polizeiarbeit. Da verschwinden schonmal an einer Ecke ein paar Gramm Hasch oder CDs mit Raubkopien.
Die brisante Festplatte jedenfalls sind wieder in den Händen der Polizei, wo sie hingehört. Der Student, der das Gerät gekauft hatte, durfte sich über 2000 Euro Belohnung freuen. Die Festplatte wird nun hoffentlich sicherer verwahrt. Und vielleicht tut die brandenburgische Polizei mal etwas, damit ihre Mitarbeiter nicht klauen müssen und selbst wenn, dann wenigstens nicht klauen können.
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