Rundum-Sorglos-Paket für Zocker?
Zocker-PC im Test: Dell Dimension XPS Gen4 mit neuem Pentium
Benjamin Schnitzler
Immer mehr Computerhersteller gehen dazu über, speziell für anspruchsvolle Zocker ausgelegte Komplettrechner anzubieten. Dells High-End-Maschine Dimension XPS geht mit dem Gen4 in die mittlerweile vierte Generation. Und als solcher hat er es wirklich in sich: einen Pentium 4 640 mit 3,2 Gigahertz, ein Gigabyte DDR2-Arbeitsspeicher mit 533 Megahertz und Dual-Channel-Technologie, eine Grafikkarte mit Nvidia GeForce 6800 GT sowie zwei schnelle Serial-ATA-Festplatten im geschwindigkeitsoptimierten RAID-0-Modus.
Auch das weitere Drumherum lässt nur die wenigsten Wünsche offen. So verfügt unser gut bestückter Testkandidat zudem über eine Audigy 2 ZS von Creative, einen 16-fachen DVD-Brenner mit einem zusätzlichem DVD-ROM-Laufwerk und Dells neues Multimedia Keyboard. Als Betriebssystem dient die professionelle Ausgabe von Windows XP. Doch mit schnöden technischen Daten gibt sich netzwelt.de auch hier nicht zufrieden - denn bei uns muss der Dimension XPS Gen4 zeigen, was wirklich in ihm steckt.
Weder Biedermann, noch Brandstifter
Rein äußerlich macht der potentielle Spielerechner einen zwar nicht gerade aufregenden, aber modernen Eindruck. Aus dem Jammertal der optischen Biederkeit retten ihn jedoch kleinere Details wie große silberne Dell-Schriftzüge auf schwarzem Grund, sowie eine schicke Frontblende aus Aluminium. Besonders letztere strahlt eine gute Prise Understatement aus - bei Bedarf auch mit Beleuchtung. Im BIOS kann man gleich zwischen sieben verschiedenen Farben wählen: Ruby, Emerald, Amber, Sapphire, Amethyst, Topaz und Diamond.
Dell Dimension XPS Gen4
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Obwohl sich der Dimension XPS Gen4 scheinbar kaum von einem gewöhnlichen, in einem Midi Tower untergebrachten PC unterscheidet, bringt er es ganz ohne Schalldämmung auf stattliche 20 Kilogramm. Für die nächste LAN-Party kann es im Einzelfall also nicht schaden, sich vorher ein paar zusätzliche Muckis anzutrainieren. Erst bei genauerem Hinsehen wird deutlich, dass unter der Haube des High-End-Systems alles andere als Normalität herrscht.
Sonderling und Werkzeugmuffel
Im Gehäuseboden befindet sich das eigens von Dell entwickelte 460-Watt-Netzteil, das von zwei 60-Millimeter-Lüfter gekühlt wird. Da es komplett vom Innenraum getrennt ist, heizen sich die eingebauten Komponenten auf diese Weise nicht unnötig auf. Eine Möglichkeit, sein altes Netzteil umzusiedeln, hat der Käufer allerdings nicht. Doch wer sich ein Komplettsystem zulegen will, der steht dem Basteln ohnehin eher feindlich gegenüber. Wer sich dennoch dazu durchringt, dem macht es der Dimension XPS sehr leicht: eine kurze Drehung an einem halbkreisförmigen Schalter, schon ist das Gehäuse offen - einfacher geht es kaum.
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