Nvidia GeForce 6800 Ultra mit Werksübertaktung
Wassergekühlt im Test: Gainward CoolFX Ultra/2600 PCX Golden Sample
Benjamin Schnitzler
Es war schon immer etwas teurer, einen 3D-Beschleuniger mit Nvidias GeForce 6800 Ultra sein Eigen nennen zu können. Doch um einen Preis von 899 Euro zu rechtfertigen, sollte sich ein Grafikkartenhersteller schon etwas Besonderes einfallen lassen. Und das hat Gainward mit der Ultra/2600 PCX Golden Sample im PowerPack! auch getan: dank besonders schnellem DDR3-Speicher mit 1,6 Nanosekunden bringt sie es auf einen Speichertakt von 1200 Megahertz. Auch der Grafikprozessor erfährt bereits ab Werk eine Leistungsspritze und rechnet mit satten 450 Megahertz.
Bis hierhin lässt sich die schnelle PCI-Express-Grafikkarte von Gainward schon mit 699 Euro wahrhaft fürstlich entlohnen. Dass für weitere 200 Euro mehr drin sein muss, verrät schon die ausladende Verpackung des PowerPack!. Denn dort ist alles Nötige untergebracht, was der Einsteiger für den Aufbau einer Wasserkühlung so braucht - eine Pumpe nebst Ausgleichsbehälter, das nötige Befestigungsmaterial sowie ein Radiator mit passenden 120-Millimeter-Lüfter. Dabei trägt die Hauptdarstellerin einen riesigen Kühlkörper von Innovatek zur Schau, den Cool-Matic NV40.
Gainward CoolFX Ultra/2600 PCX Golden Sample PowerPack!
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Schraubenzieher, verzweifelt gesucht
Der Einbau der Grafikkarte mitsamt Gefolge gestaltet sich kaum schwieriger als beim passiv gekühlten XxK-Komplettset von Innovatek. Kein Wunder, denn der bayerische Produzent steuert auch hier alle Komponenten der mitgelieferten Wasserkühlung bei. Statt auf einen außerhalb des Rechners aufgestellten, großen Radiator, wird im Falle des Gainward Ultra/2600 PCX GS PowerPack! auf eine etwas bescheidenere Variante mit aktivem Lüfter gesetzt. Leider waren die beiden bei ihrer Auslieferung noch nicht miteinander montiert.
Unter normalen Umständen sollte das eine recht einfach zu nehmende Hürde darstellen, die Praxis sieht allerdings ganz anders aus: mit einem kleinen Schraubenzieher, der durch die kleinen Öffnungen des Lüfters passt, kann man oftmals nicht die nötige Kraft aufbringen, um die Schrauben in die Kunststoffhalterung zu treiben. Außerdem läuft man Gefahr, dass diese dabei auslutschen und sich am Ende gar nicht mehr bewegen lassen. Bei einem größeren Modell aus dem Elektrozubehör ist hingegen meist eine Isolierschicht im Wege. Hier hätte Gainward gut daran getan, das passende Werkzeug gleich mit einzupacken.
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