Ebay-Betrug lohnt sich nicht

Ebay: 3,5 Jahre Urlaub für 400.000 Euro

Das ist doch mal was: Schwedische Gardinen, gesiebte Luft und ein 140 Kilo schwerer und unrasierter männlicher Kurschatten in Pumps als Liebhaber. An so einem Ort macht man doch von Herzen ungern Urlaub. Dumm, wenn man muss. Der Ort ist nämlich, für alle, die es noch nicht gemerkt haben sollten, das Gefängnis. Und da darf ein Ebay-Betrüger nun die nächsten 3,5 Jahre verbringen.

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Der Betrüger hatte sich mit Ebay-Auktionen innerhalb kürzester Zeit knapp 400.000 Euro zusammengesammelt. Verkauft, besser gesagt: Nicht verkauft hatte er im Zeitraum April bis Juli 2004 eine große Menge von Digitalkameras und Speicherkarten. Das Geld wurde von den Käufern überwiesen, die Ware kam niemals an. Die übliche Masche bei Ebay.

Dumm gelaufen

Dumm für den Betrüger, dass rund 120 seiner Kunden Anzeige erstatteten, darunter auch eine Foto-Firma. Die Staatsanwaltschaft machte den Täter ausfindig und klagte ihn an: "Gewerbsmässiger Betrug" stand in der Anklageschrift. Aufgrund der überwältigenden Beweislage machte das Gericht kurzen Prozess mit dem Angeklagten: Dreieinhalb Jahre Kur im Café Viereck.

Die hohe Strafe rechtfertigt das Gericht mit dem Verdacht auch die Zugehörigkeit zu einer Nepperbande. Schon deshalb kann damit gerechnet werden, dass der Täter wieder auffällig wird. Das Geld der Opfer allerdings bleibt verschwunden, blieb der Täter doch vollends verschwiegen, als es um den Verbleib der 391.000 Euro ging. Pech für die Geprellten: Ohne diese Informationen kann die Summe auch nicht zurückgegeben werden.

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