iRivers musikalisches Gehänge im Test
Du willst es doch auch: iRiver N10 im Test
MP3-Hardware
Beim zweiten Anlauf mit einem weiteren Paar passen sie aber schließlich doch in die Lauscher, und sitzen dort recht angenehm. Nun bewege ich mich also so, wie es sich die Marketingstrategen von iRiver gedacht haben - der Player baumelt auf Höhe des Brustbeines fröhlich hin und her, und wird von der Kombination aus Kopfhörer und Kette gegen die Schwerkraft gesichert.
Ein Druck auf die seitlichen Tasten des Players erweckt den N10 zum Leben. Diese sind zwar klein geraten, lassen sich aber aufgrund ihrer Beschaffenheit und ihres Druckpunktes einwandfrei bedienen. Der Klang der die Ohren durch die gummierte Strippe erreicht kann überzeugen, und liegt auf bekannt hohem Niveau.
Mehr Farbe ins Spiel: Gute Presets und Effekte
Was in der Standardeinstellung noch etwas dünn klingt, gewinnt bei zunehmenden Gebrauch des Equalizers deutlich an Farbe. Acht Presets können über die Vorwärts- und Rückwärts-Tasten angesteuert werden, und verändern den Klang auch tatsächlich im positiven Sinne. Neben den üblichen Rockpop-Trallala-Einstellungen finden sich auch zwei Effekte im Menü wieder.
Diese machen allerdings nur Sinn wenn an den winzigen Player ein großer Kopfhörer angeschlossen wird. Auf den ansonsten recht guten Kettenhörern erzeugen die Effekte nämlich nur einen schwammigen Sound. Hier ist man mit den Standar-Presets auf jeden Fall besser bedient.
Sein Potential darf der N10 an unseren Sennheiser HD 280 pro unter Beweis stellen. Dort machen dann schließlich auch die 3D-Effekte Sinn, und klingen auch dementsprechend gut. Insgesamt ist am Klang des Players wenig auszusetzen. Für einen Spitzenplatz unter den Flash-Playern reicht es allerdings nicht ganz aus.
Im Gehäuse mit Minimalabmessungen fand sogar noch ein internes Mikrofon seinen Platz. Dieses macht überraschend gute Aufnahmen und lässt sich zudem vielfältig einstellen. So kann beispielsweise die Aufnahmequalität verändert werden, oder eine Funktion namens "Auto-Detect" aktiviert werden. Dann schaltet sich die Aufnahme in Gesprächspausen automatisch aus um wertvollen Speicherplatz zu sparen.
Fazit
Wollten Sie schon immer einmal Trendsetter sein, im Armani-Anzug durch die Straßen schlendern, den MP3-Player lässig um den Hals tragen? Dann liegen Sie mit dem iRiver N10 goldrichtig. Im Vergleich zu einem ähnlich gemachten Player, dem ebenfalls von uns getesteten mpio FL300, ist der iRiver-Player auf jeden Fall die bessere Wahl. Mit sehr gutem Sound, brauchbaren Mikrofon und hoher Verarbeitungsqualität setzt sich der Player von der Masse ab.
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