Elektroschocks als Unterhaltung

Leiden für den Spaß: Simulierter Schmerz in Ballerspielen

In der Welt der Spiele werden Illusionen immer perfekter. Dank Vibrationseffekt täuschen Eingabegeräte sogar spürbar Unebenheiten und Turbulenzen in virtuellen Medien vor. Dass zu viel Simulationswut wehtun kann, wird von dem US-Unternehmen VirTra Systems nicht nur gebilligt, sondern mit großem Aufwand forciert.

Die Amerikaner haben einen Kampfsimulator für Feuerwaffen entwickelt, der über einen Hüftgurt Treffer mittels Elektroschock signalisiert. Ein Unternehmenssprecher vergleicht die Intensität der Stromschläge mit denen einer elektrischen Betäubungswaffe. Man wisse genau, dass man getroffen worden sei. Ein Treffer reiche aus, um die entsprechende Person vorübergehend auszuschalten.

Zwar kommt der Apparat bisher nur im Rahmen militärischer Übungen und Rekrutierungsaktionen zum Einsatz, doch die Herrschaften sehen offenbar auch im Bereich der elektronischen Unterhaltung einen Markt. Es sei nur eine Frage der Zeit und der Nachfrage, bis dieses System als interaktives Spiel den Weg in die Öffentlichkeit findet. Um die Illusion perfekt zu machen, bestehe außerdem die Möglichkeit, Gerüche und Vibrationen einzubauen.

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