Blauer Trittbrettfahrer im Test: Genius TwinTouch LuxeMate

Hohe Reichweite auch ohne Bluetooth

Sinnvolle Rundungen

Obwohl die Handballenauflage lediglich aus schnödem Plastik besteht, fühlt sie sich sehr griffig und geschmeidig an. Neben den zusätzlichen Funktionstasten, die sich individuell belegen lassen, ist kleines Rädchen oben links in der Tastatur integriert. Es sieht dem einer Maus zum Verwechseln ähnlich und ist in ähnlicher Form auch in manchen Microsoft-Tastaturen verbaut. Wie sich während des Drehens zeigt, stellt es eine fast perfekte Alternative zu den vertikalen Richtungstasten dar. Besonders in Dokumenten kann es mit einer sehr guten Bedienbarkeit punkten.

Die Maus mit den geschmacklich eher fragwürdigen Chrom-Applikationen weiß mit schlichten, aber schönen Rundungen zu gefallen. Während die linke und rechte Maustaste nahtlos ins Gehäuse integriert sind, setzt sich das Tastenrad mit einer verchromten Umrandung ab, die sich um das gesamte Eingabegerät zieht. Leider lässt die Verarbeitung des Mausrädchen zu wünschen übrig - es wackelt und gibt beim Drehen nach vorn ein krachendes Geräusch von sich.

Dafür birgt es einen sehr praktischen Nutzen: auf leichten Druck hin gewährt eine kreisförmige Grafik Zugriff auf die wichtigsten Funktionen. Weder Links- noch Rechtshänder werden vom symmetrischen Design der schnurlosen Maus bevorzugt oder benachteiligt. Über die Systemsteuerung muss lediglich bestimmt werden, mit welcher Hand man lieber arbeiten möchte.

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Beim Test der Reichweite macht sich Erstaunen breit. Obwohl der Empfänger im Vergleich zu Bluetooth auf dem unterlegenen 27-Megahertz-Funkstandard basiert, schafft es die blaue Tastatur locker durch die Wand. Selbst in guten sechs Metern Entfernung reagiert sie noch auf unsere Eingabebefehle. Die Maus kommt hingegen immer noch auf satte drei Meter.

Mehr als eine gute Kopie

Woher die Grundidee für das TwinTouch LuxeMate stammt, lässt sich nur schwer kaschieren. Doch trotz der zum Teil frappierenden Ähnlichkeit zum Logitech diNovo Media Desktop bleibt das Desktop-Set von Genius eigenständig. Für einen kleinen Preis erhält man zwei gut verarbeitete Eingabegeräte, die zwar kleinere Mängel, aber auch sinnvolle Funktionen sowie eine hohe Reichweite aufweisen. Seinen durchschnittlichen Straßenpreis von gerade mal 35 Euro ist das TwinTouch LuxeMate allemal wert.

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