Der Ästhetiker unter den Festplatten-Playern im Test
Glanz in unserer bescheidenen Hütte: Olympus m:robe MR-500i
MP3-Hardware
Drei violett-blau leuchtende Symbole erscheinen mittig auf dem Display und machen deutlich klar worum es sich beim m:robe dreht. Ein Druck auf das Kopfhörer-Symbol und die Musik-Übersicht wird eingeblendet. Darunter befindet sich ein geheimnisvoll wirkender Würfel der den Weg zu einer ominösen Remix-Funktion weist. Ganz unten signalisiert eine Kamera die Foto-Fähigkeiten des Festplatten-Players.
Klar, einem MP3-Player welcher den Olympus-Schriftzug auf der Rückseite trägt, darf es natürlich nicht an einer eingebauten Kamera fehlen. Im MR-500i kommt eine hinter Plexiglas geschützte Linse mit einer Auflösung von 1,2 Millionen Pixel zum Einsatz. Direkt unter dieser verbauten die Techniker eine Fotoleuchte, um auch in schlecht beleuchteten Räumen Schnappschüsse machen zu können.
Fingerfood
Ein Blick auf die Megapixel-Zahl macht allerdings klar das der m:robe in erster Linie eher MP3-Player als Knipse sein will. Die 20 Gigabyte große Festplatte eignet sich zum Transportieren von allerei Datenkram. An abspielbaren Formaten unterstützt der Player allerdings bloß die obligatorischen MP3- und WMA-Dateien, sowie JPEG-Files im Foto-Modus.
Zugegeben - anfangs hatte ich große Zweifel ob ein Player welcher ausschließlich über ein Touchscreen bedient wird in der täglichen Handhabung nicht zu umständlich, zu unpraktisch ist. Auch auf eine Steuerung mittels Stift, wie es häufig bei PDAs und Smartphones der Fall ist, will Olympus beim m:robe nicht setzen. Jede Eingabe erfolgt also mit der nackten Hand.
In der Praxis funktioniert dies dann auch überraschend gut. Die auf dem Display auftauchenden Symbole sind ausreichend groß dimensioniert, und in ihrer Anordnung logisch durchdacht. Intuitiv lässt sich der Player mit dem Zeigefinger steuern. Die grafische Oberfläche ist zudem sehr ansprechend gestaltet.
Nach einem langen Tag unterwegs ist dafür der komplette Bildschirm mit Blut übersät. Sagte ich Blut? Ich meinte natürlich Fingerabdrücke. Wie komme ich denn jetzt auf Blut? Wahrscheinlich liegt es am stolzen Preis des m:robe. Über 500 Euro können das Herz des Autors nämlich schon mal bluten lassen.
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