National Vanguard aus Google-News gestrichen
Google: Zensur im Namen der Political Correctness
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Google entfernt Nazi-News aus seinem Angebot. Googles Newsdienst Google-News war in den vergangenen Wochen in die Kritik geraten, weil immer wieder Artikel der amerikanischen und deutschen Rechtsaußen-Presse in der Suche auftauchten. Nun hat der News-Dienst reagiert: Seit einigen Tagen sind rechtsradikale Zeitungen nicht mehr in Google-News gelistet.
Meinungsfreiheit und Political Correctness sind zwei Dinge, die Hand in Hand gehen, könnte man meinen. Dummerweise gibt es ein Problem: Zwar sind die Anhänger der PC-Bewegung durchaus für Meinungsfreiheit, wenn es darum geht, für eine freies Tibet, für oder gegen Sterbehilfe oder gegen den Grosskonzerne zu demonstrieren. Oder gegen die USA, was ja im Grunde das gleiche ist.
Meinungsfreiheit und ihre Schattenseiten
Völlig gegen die Meinungsfreiheit, ja fast faschistisch gebären sich die politisch Korrekten hingegen, wenn es um Dinge geht, die nicht ihrer verqueren Weltanschauung entsprechen. Zum Beispiel bei anderen verqueren, faschistischen Weltanschauungen. Zum Beispiel bei Menschen, die überzeugte Manchester-Kapitalisten sind, Tierversuchs-Befürworter, US-Amerikaner, Nicht-Hippies. Oder einfach ewiggestrige Freunde nationaler Denkmuster.
Diese "Gegner" will der politisch Korrekte Mundtot machen. Und hat es bei Google tatsächlich hinbekommen. Allerdings nur mit den Seiten der White-Power-Rassenhetzer des US-amerikanischen Hetzblättchens National Vanguard. Das Angebot der "Deutschen Wochen-Zeitung", die zum Verlagshaus des DVU-Gründers Gerhard Frey hingegen ist weiterhin verfügbar.
Argumentatives Aus
Diese Postille allerdings vertritt die gleiche politische Richtung wie die rechtsradikale Spasspartei, deren Gründer sie gehört. So titelte das nationale Blatt nach dem Mord an Modezar Rudolf Mooshammer: "Moshammer getötet - kriminelle Ausländer ausweisen!" Mit solchen Schlagzeilen navigieren sich die Rechten regelmässig ins argumentative Aus, schließlich war Mooshammer erwiesenermaßen homosexuell. Und gehörte damit zur designierten Opfergruppe rechter Hetzer.
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