Der Datenverbrauch muss nicht mehr bezahlt werden
Exklusiv: AOL bringt VoIP mit interessanten technischen Details
Lars Gurow
Besonders beeilt haben sie sich nicht mit dem VoIP-Angebot; sogar T-Online war schneller. Aber im Gegensatz zum Rosa T hat AOL nicht einfach nur nachgezogen, sondern ein VoIP-Angebot entwickelt, das eine Funktion besitzt, mit der niemand von der Konkurrenz aufwarten kann:
Wer AOL-Hardware benutzt, bekommt den Traffic, den VoIP verursacht, nicht abgerechnet. Und auch Zeittarif-Nutzer bekommen die Gespräche nicht als Online-Zeit abgerechnet. "Dazu öffnet die AOL-Hardware eine zweite PPPoE-Session, über die die Telefondaten getauscht werden", erläutert Tobias Riepe, AOL-Sprecher. So ähnlich also, als würde man eine zweite Internet-Verbindung aufbauen.
Zweite DSL-Leitung
"So können wir auch Quality of Service anbieten", so Riepe weiter. Das bedeutet, dass die Sprachdaten gegenüber den "normalen" Daten priorisiert werden. Selbst wenn Up- und Downstream-Kanal vollkommen belegt sind, wird das Gepräch ohne Aussetzer übertragen. Allerdings steigt dadurch nicht die Bandbreite des DSL-Anschlusses. Es wird einfach nur der Datenstrom so weit gedrosselt, dass die Sprachpakete genug Bandbreite bekommen.
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