Angeklagter spielte Dungeons & Dragons
Das ist neu: Mordmotiv Rollenspiel
Wenn ein Mann drei Menschen mit einem Messer ersticht, so ist das eine Tragödie. Wenn aber ein Staatsanwalt eine Verbindung zwischen jenen Morden und dem Rollenspiel-Regelwerk "Dungeons & Dragons" zu konstruieren versucht, dann gerät die Tragödie zu einer Farce.
Im amerikanischen Bundesstaat Pennsylvania steht ein Mann vor Gericht, der des dreifachen Mordes beschuldigt wird. Die weiblichen Opfer wurden allesamt erstochen, weshalb der zuständige Staatsanwalt neben Eifersucht ein weiteres Motiv für die Morde sieht: "Ich meine, es gibt sehr, sehr viele Stichwunden und diese Dungeons & Dragons Fantasy Game beinhalten Schwerter und Messer und Dolche und ähnliches mehr. Es könnte eine Verbindung geben, aber ich kann es nicht mit Sicherheit sagen."
Und noch etwas kann der Staatsanwalt nicht mit Sicherheit sagen, ob nämlich der Beschuldigte noch einen weiteren Mord aus dem Jahr 1999 begangen hat. Die Tat wird ihm dennoch angelastet, der Kläger fordert in jedem Falle die Todesstrafe.
