Bereifter Luxus im Midi-Format
Lian Li V-1100 im Test: Edles Alu-Gehäuse mit Schallschutz
Seine PC-Komponenten in eine leichte Verpackung aus Aluminium zu stecken, bringt so manchen Vorteil mit sich. Zum einen hebt es sich damit weniger schwer, zum anderen wird die im Innern entstehende Wärme besser abgeleitet. Hier eilt dem taiwanischen Unternehmen Lian-Li der Ruf eines Produzenten besonders nobler Karossen voraus. Was man für einen luxuriös bemessenen Preis von mindestens 230 Euro alles erwarten kann, zeigt der folgende Testbericht.
Inhaltsverzeichnis
- 1Wozu BTX?
- 2Leichter Schönling auf vier Rädern
- 3Handzahmer Aufbau
- 4Viel Platz - aber nicht für heiße Luft
- 5Halbherzig gedämmt
- 6Sinnvolles Zubehör und Langfinger-Schutz
- 7Innovativer Luxus, teuer bezahlt
Gewöhnliche Computergehäuse und Mainboards entsprechen heutzutage dem ATX-Format. Doch immer leistungsfähigere Hardware bringt die schon neun Jahre alte Norm allmählich an ihre Grenzen - und die der Erträglichkeit. Damit essentielle Komponenten wie Prozessor, Grafikkarte, Festplatte oder Netzteil nicht den Hitzetod sterben, müssen entweder laute Lüfter oder teure Wasserkühlungen in Kauf genommen werden. Das soll sich spätestens mit dem kommenden BTX-Formfaktor ändern: dann soll die Aufteilung in verschiedene "Hitze-Zonen" leisere und kühlere Rechner möglich machen.
Wozu BTX?
Leider vollzieht sich der Start von BTX derzeit noch sehr schleppend - nur einige wenige Hersteller wie etwa Dell oder Shuttle haben bereits marktreife Produkte im Programm. Wer die nötige Geduld mitbringt, muss allerdings auch die Brieftasche zücken, wenn er sich irgendwann ein komplettes BTX-System zulegen will. Denn an der Anschaffung eines neuen Gehäuses und Mainboards führt dann kein Weg mehr vorbei. Finanziell erschwerend kommt hinzu, dass PCI Express x16 dann ebenfalls zur Pflicht, und die gute "alte" AGP-Grafikkarte endgültig abgeschoben wird.
Mit seiner V-Serie wagt Lian-Li den Bruch mit der herkömmlichen ATX-Architektur. Bei den innovativen Aluminium-Modellen ist der Innenraum in drei verschiedene Zonen eingeteilt. Eine gilt dem Mainboard, dem darauf platzierten Prozessor sowie der Grafikkarte, zwei weitere dienen hingegen der besseren Belüftung von Festplatte und Netzteil. Letzteres sitzt bei unserem Testkandidaten, dem V-1100, wie auch bei allen anderen V-Gehäusen, nicht mehr ober-, sondern unterhalb der Hauptplatine. Auf uns macht das durchdachte Design den Eindruck, als wolle es das Warten auf BTX überflüssig machen.
Leichter Schönling auf vier Rädern
Das schwarze Aluminium-Gehäuse besticht durch seine zeitlose Eleganz. Besonders die Front aus gebürstetem Leichtmetall wirkt sehr gelungen, kommt aber erst nach dem Öffnen der massiven Tür zum Vorschein. Nur der Einschaltknopf ist silbern hervorgehoben. Damit handelsübliche Disketten-, CD- oder DVD-Laufwerke die schöne Optik nicht mit biederem Beige beeinträchtigen, verfügt das V-1100B über zwei passende Blenden, hinter denen sie sich verbergen können.
Links zum Thema
- Lian Li
- So stelle ich ihn ruhig: Wege zum lautlosen PC
- Silentmaxx: Alu-Dämmung für Festplatten im Test
- Test: Innovatek Passiv XxK - Nonplusultra für den leisen PC?
- Lian Li V-1100 Bestellen
