Einsatzbereiche sollen ausgeweitet werden

IBM: Neue Aufgaben für Super-Prozessor "Cell"

IBM hat große Pläne: Der Elektronikriese sieht die Zukunft seines Super-Prozessors "Cell" jetzt nicht mehr nur in der Unterhaltungselektronik, sondern auch in vielen anderen Bereichen. Um die Produktentwicklung entsprechend voranzutreiben, bietet IBM ab sofort einen besonderen Kunden-Service.

Simulationsumgebung als Lockmittel

"Design-Service" nennt sich das neue Angebot von IBMs Dienstleistungsgruppe Engineering & Technology Services (E&TS). Dieser Kunden-Service soll dabei helfen, die neue Prozessor-Technologie in einer größeren Bandbreite von Elektronikprodukten zu integrieren als bisher geplant.

Zu diesem Zweck bietet IBM seinen Kunden jetzt in einem Forschungs-Center im US-amerikanischen Poughkeepsie (New York) eine Simulationsumgebung an, in der die Leistung des Chips für potentielle Einsatzgebiete umfassend getestet werden kann. Dabei stellt IBM Informationen und Design-Experten zur Verfügung.

Werbung

"Cell" bald auch in medizinischen Geräten?

So sollen unter anderem Entwickler aus dem medizinischen Bereich, der Industrie und der Luftfahrt dazu animiert werden, "Cell" in ihren Produkten zu integrieren. Bislang war der Super-Prozessor nur für den Home-Entertainment-Bereich geplant, vor allem als Herzstück der nächsten Generation der PlayStation.

"Cell" wurde von IBM in Zusammenarbeit mit Toshiba und Sony entwickelt und im Februar dieses Jahres erstmals präsentiert. Der Chip mit acht Prozessoren soll Leistungen erbringen, die bislang Supercomputern vorbehalten waren.

Links zum Thema