Apple und der interne Blauzahn
Apple: iBook G4 mit Bluetooth nachrüsten
Christian Rentrop
Apples iBooks werden zur Zeit noch ohne Bluetooth geliefert. Die internen Bluetooth-Module lassen sich nur beim Kauf ordern, ein nachträglicher Einbau wird normalerweise nicht angeboten oder ist viel zu teuer. Deshalb zeigen die Jungs von Powerbook-fr.com, wie man es selber macht.
Das BTO-Problem
Die Build-to-Order-Optionen (BTO) des Computer-Herstellers Apple stossen vielen Fans übel auf: Während sich Dinge wie WLAN-Karten oder RAM zu einem späteren Zeitpunkt in jedem Apple-Rechner nachrüsten lassen, sind Freunde von internem Bluetooth aufgeschmissen. Denn der interne Bluetooth-Anschluss lässt sich bei sämtlichen Rechnern nur direkt bei Apple ordern, ein nachträglicher Einbau ist nicht möglich.
Das allerdings ist nur die halbe Wahrheit: Natürlich können iBook G4, iMac, eMac und mac mini mit einem internen Bluetooth-Modul nachgerüstet werden. Man braucht nur einen findigen Bastler, der sich traut, die komplexen Geräte zu öffnen, um das für rund 55 Euro erhältliche Bluetooth-Modul einzubauen. Genau hier scheitern aber die meisten oder weigern sich, ist die Gehäuse-Öffnung doch normalerweise mit Garantieverlust verbunden.
Lieber intern statt Dongle
Die Apple-Dealer hingegen neigen dazu, zum Einsatz externer USB-Lösungen zu raten. Das ist einfacher und normalerweise die billigste Lösung in Sachen Bluetooth. Allerdings ist ein Bluetooth-Dongle nicht gerade die optimale Lösung für die Optik-verwöhnten Mac-Nutzer. Wohl deshalb macht sich auch bei vielen der Wunsch nach der internen Lösung breit. Die allerdings ist, ordentlich beim Händler gemacht, viel zu teuer.
Warum also nicht selber machen? Die ersten G4-iBooks sind schon länger aus der Garantie-Phase heraus, also kann man das System auch getrost selber öffnen. Jedenfalls dann, wenn man das ruhige Händchen und das passende Werkzeug dafür hat. Die französischen Powerbook-Spezialisten von Powerbook-fr.com zeigen, wie der Einbau des Bluetooth-Moduls zu meistern ist, ohne den Rechner zu zerstören.
Lecker: Zerlegtes iBook
Die Spezialisten haben das iBook wie üblich mit den nötigen Spezialwerkzeugen geöffnet. Eine bebilderte Anleitung zeigt, wo das Modul sitzt und wie es eingebaut wird. Dabei dürfen interessierte User, ebenfalls eine Spezialität der französischen Powerbook-Kenner, einen tiefen Blick ins Innenleben des iBooks werfen.
Ob sich die interne Nachrüstung allerdings lohnt, ist fraglich: Genau 105 Minuten, also fast zwei Stunden brauchten die Profis, um das Bluetooth-Modul nachzurüsten. Eine Arbeitsaufwand, der sich für Bastler lohnen kann, würden in dieser Zeit doch sonst gnadenlos teure Arbeitseinheiten bei Gravis und Co. durch die Leitung fließen. Wohl deshalb ist der nachträgliche Einbau auch unwirtschaftlich, wenn man ihn nicht selber macht. Denn so wichtig ist Bluetooth nun auch wieder nicht.
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