Die Gefahr im Proxy-Server
Datenspionage: Finger weg von Surf-Beschleunigern
Anonym oder schnell, wie hätten's denn gern? Proxy-Server sind eine grosse Hilfe im Internet, wenn es darum geht, möglichst anonym oder möglichst schnell unterwegs zu sein. Allerdings bezahlen die User von Proxy-Diensten einen hohen Preis: Die Anbieter können jeden Datenschnippsel mitlesen und gegebenenfalls auslesen.
Tatsächlich: Der grösste Vorteil der Proxy-Technologie ist auch ein gigantischer Nachteil. Der Proxy-Server vermittelt zwischen Client und Webserver, also zwischen dem Rechner zuhause und der Seite im Internet. Als Zwischenserver ist er allerdings auch in der Lage, alle Dateien zu speichern, die über ihn laufen. Heißt: Websites, Formulare, ja sogar Passwörter.
Aber wie kann das sein? Der Client weist den Proxy-Server an, bestimmte Dateien beim Webserver abzuholen. Da der Proxy meist über eine breitbandige Internet-Anbindung verfügt und der Kontakt zwischen Client und Proxy auch besser läuft als zwischen Client und Website, kann ein Proxy-Server nicht nur anonymisieren, sondern oftmals auch beschleunigen.
Hier setzen Tools an, die das Surfen beschleunigen sollen. Besonders für Besitzer schmalbandiger Anschlüsse ein hoher Anreiz, ist ihre Verbindung doch ohnehin schlecht. Und so werden die Tools gerne installiert und genutzt. Tatsächlich setzt oft der "Inspektions-Effekt" ein, das Gefühl, das Auto liefe nach einem Ölwechsel besser als vorher, obwohl es keinen messbaren Unterschied gibt. Übertragen auf Computer glaubt der Surfer, eine Geschwindigkeitssteigerung wahr zu nehmen, selbst wenn diese nicht messbar ist.
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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Filesharing hier.
