Warum trotz großer Sorgfalt Opera nicht sicher ist
Problem Sicherheit: Opera und die Adware
Fast schon rührend ist die Besorgnis, mit der auf der Opera-Homepage die Maßnahmen zur Sicherung der Privatsspäre genauestens und fast schon unnötig umfangreich erläutert werden. Trotzdem können Skeptiker nicht recht zufrieden gestellt werden: Die Zusammenarbeit mit Google und die Unterstüzung von Cookies für Werbebanner sind potenzielle Sicherheitsrisiken.
Inhaltsverzeichnis
- 1Strenge Richtlinien in der Adware
- 2Sicherheitsproblem durch Google
- 3Seltsame Google-Cookies
Opera kommt seit Dezember 2000 mit Werbeeinblendungen daher, die den Browser finanzieren. Auf der Opera-Homepage wird detailliert beschrieben, wie die Werbebanner funktionieren und warum man sich um die Privatsphäre angeblich keine Sorgen zu machen braucht.
Strenge Richtlinien in der Adware
Tatsächlich wirken die offiziellen Erklärungen zu der Opera-Werbung zunächst beruhigend: Die Werbebanner zeichnen keine Surfgewohnheiten auf, eine Rückverfolgung sei ausgeschlossen, so die Hersteller. Lediglich die Anzahl der angeklickten Werbebanner wird gezählt, damit Opera seinen Werbekunden Daten über den Erfolg einer Kampagne vorweisen kann. Zusätzlich wird das Datum aufgezeichnet, an dem ein Banner angeklickt wurde.
Die eingeblendete Werbung am oberen Fensterrand des Browsers kann dabei auf Mausklicks, Seiten- oder Ansichtswechsel reagieren und daraufhin wechseln. Diese Aktionen werden aber nicht aufgezeichnet oder übertragen. Technisch verbindet sich Opera mit einem Server, der die Werbekunden verwaltet.
Von dort lädt der Browser so genannte ACPO-Dateien runter, die die Werbeeinblendungen regeln. Jede ACPO-Datei steht dabei für eine geschaltete Werbung. In der Datei ist das Ablaufdatum gespeichert, sowie die vorgesehene Benutzereingabe, die die Werbeeinblendung auslösen kann (zum Beispiel das Wechseln der Internetseite). Eine Werbung kann auch verfallen, wenn eine bestimmte Anzahl von Mausklicks getätigt wurde.
