Filesharing kann teuer werden.
eDonkey-SuperGAU: 5 Millionen Filesharer enttarnt (Aprilscherz)
Filesharing
Liebe Leser: Bei dieser Geschichte handelt es sich um einen Aprilscherz.
Copy kills Music - der Spruch trifft es nicht mehr so ganz. Denn jetzt killt Copy auch Filesharer: In Zusammenarbeit mit dem FBI ist es der neugegründeten Interessenverband Software- und Musikpiraterie (ISMP) Deutschland gelungen, die Adressdaten von fünf Millionen Filesharern ausfindig zu machen; inklusive aller verteilten Dateien und Datei-Teile. Die Musikverbände jubeln, erste Hausdurchsuchungen sollen bereits in der kommenden Woche stattfinden.
Die Netzwelt-Redaktion staunte nicht schlecht, als ihr jüngst von anonymer Stelle ein internes ISMP-Dossier zugespielt wurde. Mithilfe einer modifizierten Version der FBI-Überwachungssoftware Carnivore, Codename Carnivore-Share, soll es den Piratenjägern gelungen sein, die Kontaktdaten von rund fünf Millionen eDonkey-Nutzern in Deutschland offen zu legen.
Kassenschlager und Rechencluster
Netzwelt selbst liegt eine Liste mit den Adressen von rund 2000 Filesharern vor. Mit dabei: Eine Übersicht über die angebotenen Dateien der letzten neun Monate. Darunter befinden sich, neben diversen Hollywood-Kassenschlagern auch zahlreiche kommerzielle Musikalben sowie namhafte Software-Produkte. Außerdem eine nicht unerhebliche Zahl beliebter Pornofilme.
eDonkey_kill
Die eDonkey-DokumenteCarnivore-Share soll, nach Angaben des Informanten, in der Lage sein, in beliebigen Filesharing-Netzen riesige Mengen von IP-Adressen zu speichern, inklusive der getauschten Dateien. Zu diesem Zweck wurde im Auftrag der ISMP in Seattle, Washington, Hauptsitz des amerikanischen Mutterverbandes, ein spezieller Rechencluster installiert. Der soll seit Mitte 2004 sämtliche eDonkey-Aktivitäten überwacht haben.
Gigantischer Aufwand
Insgesamt wurden im Rahmen der Überwachung weltweit 32 Millionen Datensätze gesammelt. Fünf Millionen davon waren klar deutschen Filesharern zuzuordnen. Die Datensätze wurden laut dem Dokument, das der Netzwelt vorliegt, bereits Mitte März an die Staatsanwaltschaft Berlin übergeben. In einem speziellen Eilverfahren wurden die Besitzer der IP-Adressen ausfindig gemacht und sollen in den nächsten Tagen zur Rechenschaft gezogen werden.
Diese ganze Geschichte hörte sich nicht nur in den Ohren der Redaktion wie ein schlechter Scherz an. Konnte es sein, dass der Informant uns möglicherweise falsche Informationen hatte zukommen lassen? Solch einen Fehler kann man sich als renommiertes Online-Magazin nicht erlauben, weshalb wir die Fakten überprüften. Der erste Anruf ging an die Staatsanwaltschaft Berlin.
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