Sind die Telekom-Konzerne schuld?

MP3-Hardware: Kein iPod-Telefon in Sicht

Apple und Motorola kündigten bereits im Sommer letzten Jahres an, gemeinsam ein iPod-Telefon auf den Markt bringen zu wollen. Zu sehen bekommen hat das Gerät bis heute niemand. Schuld daran sind angeblich die Telekom-Konzerne, berichtet jetzt die Businessweek.

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Das Motorola-Gerät soll eine mobile Version der iTunes-Software enthalten und wie ein iPod mit dem heimischen PC synchronisierbar sein. Doch wann wir das Ding endlich im Schaufenster bestaunen dürfen ist weiter unklar. Erst sollte es zur Mac Expo vorgestellt werden. Dann zur CeBIT. Schließlich geisterten Gerüchte um einen Start auf einer Telekom-Konferenz Ende März durch die Branche.

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UMTS-Portale statt ITMS

Dort gab es jedoch von Motorola nur Dementis zu hören. Man wolle warten, bis das Gerät marktreifer sei, ließ die Firma die ungeduldige Presse wissen. Die Businessweek will jetzt den wahren Grund für all diese Verzögerungen erfahren haben: Brancheninsidern zufolge würden sich US-Telekom-Riesen wie Verizon und Cingular gegen das Telefon sperren, berichtet das Blatt.

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Die Firmen sind angeblich überhaupt nicht von der Idee angetan, dass Apple und Motorola Musik ohne ihre Beteiligung verkaufen könnten. Statt dessen will man Downloads nur über UMTS-Portale anbieten, wo der einzelne Song schon mal zwei Euro kosten kann. Motorola und Apple könnten sich im Gegenzug mit kleineren Mobilfunkunternehmen wie etwa der Telekom-Tochter T-Mobile zusammenschließen, um das Telefon doch noch auf den Markt zu bringen, spekuliert das Blatt. Bis das Gerät dann tatsächlich die Endkunden erreicht, könnten aber noch einige Branchenveranstaltungen vergehen.

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