Drever.C bedroht Symbian-Handys

Handy-Viren: Attacke gegen Antiviren-Software

Neuartige Handy-Schädlinge attackieren kopieren die Methoden der PC-Viren: Sie greifen installierte Antiviren-Tools an. Eine Strategie, die bei Windows-Würmern überaus beliebt ist. Der Virenscanner wird außer Gefecht gesetzt, damit der Wurm nicht auffällt und sich ungehindert ausbreiten kann.

Die Zahl der Viren für Symbian-Mobiltelefone nimmt massiv zu. So hat der Antiviren-Hersteller F-Secure nun in kürzester Zeit drei neue Viren-Signaturdateien für seinen eigenen Virenscanner nachgelegt. Diese dienen der Bekämpfung des Skulls-Trojaners, der inzwischen in der Version .F vorliegt. Das sechste Release also.

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Die Drever-Gefahr

Skulls allerdings ist vergleichsweise harmlos, betrachtet man die Würmer der Drever-Familie. Drever.B und Drever.C sind nämlich in der Lage, laufende Antiviren-Software zu deaktivieren. Sinn und Zweck: Die eigene Entdeckung verhindern und dadurch die Verbreitung gewährleisten.

So ist Drever.B in der Lage, den Handy-Virenscanner von Kaspersky anzugreifen. Andere Scanner sind nicht betroffen, also in der Lage, den Wurm zu entdecken. Anders sieht es mit Drever.C aus: Der Wurm schlägt nach Scannern von Kaspersky, Simworks und F-Secure aus. Zumindest der Scanner von F-Secure kann sich aber nach Angaben des Unternehmens selbst vor dem Schädling schützen, auch ohne Update. Das allerdings wird empfohlen.

Stirb, F-Secure!

Der Entwickler von Drever.C richtet sich im Quellcode seiner Schöpfung an die Spezialisten von F-Secure: "FSECURE MUST DIE!!! Please, don't make new antiviruses for my viruses and I stop make viruses for your antiviruses. My target is Simworks!" Damit fordert er die Viren-Forscher auf, die Updates für Handy-AV-Software einzustellen. Das eigentliche Ziel sei ohnehin nicht F-Secure, sondern Simworks.

Trotz der Aggressivität gegenüber Antiviren-Software sind die Schädlinge allerdings vergleichsweise harmlos. So müssen die Handy-Würmer wie üblich von Hand installiert werden. Sprich: Einfallstor sind vor allen Dingen virenverseuchte Handy-Spiele aus Tauschbörsen und andere Software aus dunklen Quellen. Auf anderem Wege können sich die Würmer bisher nicht fortpflanzen.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Virenschutz hier.