Herr S. im LCD-Dschungel
Der Flachbildschirm, das unbekannte Wesen
Monitore
Um den offensichtlichen Nachteilen beizukommen, gehen viele Hersteller - unter anderem Sony - dazu über, glänzende Folien in TN-Bildschirmen zu verbauen. Damit macht man zwar einige qualitative Defizite wieder wett, halst sich aber wiederum neue auf. So kommt es zu einer spiegelnden Oberfläche, die zum Teil noch stärker reflektiert als die eines alten Röhrenbildschirms und den Augen eher schadet als nützt. Zudem kann es schon bei minimalen Veränderungen des Blickwinkels zu starken Qualitätseinbußen kommen. Dafür finden sich niedrigste Stromverbräuche und beste Reaktionszeiten auf der Habenseite von TN + Film.
Die Qual der Signalwahl: Analog oder digital?
Wie Herr S. herausfindet, arbeitet ein Flachbildschirm intern mit digitaler Technik. Was liegt also näher, als ihn auch auf die gleiche Weise anzusteuern? Ältere Grafikkarten sowie etwas billigere Flachbildschirme verfügen leider nur über einen analogen Anschluss, auch als VGA-Eingang oder D-Sub bekannt. Damit müssen die analog gesendeten Signale im LCD zuerst in digitale umgewandelt werden, bevor ein Bild zustande kommt. Die prinzipbedingten Verluste hinsichtlich der Signalqualität bleiben aber in der Regel ohne sichtbare Folgen.
Doch bei sehr großen Flachbildschirmen können diese je nach verwendeter Grafikkarte durchaus in deutliche Unschärfen ausarten. Wer ganz sicher gehen will, steuert seinen Flachbildschirm per DVI (Digital Video Interface) an. Hier macht man mit einem DVI-I-Kabel am wenigstens falsch, da darüber sowohl analoge als auch digitale Signale übermittelt werden können. Für ältere Grafikkarten mit VGA-Anschluss ist jedoch ein Adapter nötig, sofern sich im Lieferumfang des Monitors nicht bereits ein entsprechend konfektioniertes Kabel befindet.
Ergonomie: Wichtige Verstellmöglichkeiten
Mit dem Begriff der Ergonomie hat sich Herr S. auf Drängen seines Arbeitgebers längst vertraut gemacht - es geht um die Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Damit diese auch mit einem Flachbildschirm reibungslos funktioniert, sollte das Wunschgerät über einige wenige, aber wichtige Verstellmöglichkeiten verfügen. Damit die Bildqualität nicht durch den falschen Blickwinkel beeinträchtigt wird, sollte ein LCD nach vorne und hinten neigbar sein und in der Höhe verstellt werden können. Wer sich des Öfteren mit ellenlangen Tabellen und Listen herumschlagen muss, sollte zu einem Modell mit Pivot-Funktion greifen. Damit kann die Bilfläche ins Hochformat gedreht werden.
Herr S. schaut nicht mehr in die Röhre
Bevor Herr S. seinen alten Monitor endgültig abschaltet, ruft er sich noch die gemeinsam verlebten Stunden ins Gedächtnis. Doch er zögert nicht lange und freut sich, endlich nicht mehr in die Röhre schauen zu müssen. Zufrieden lehnt er sich zurück und denkt sich den für ihn optimalen Flachbildschirm zurecht, den er sich am liebsten schon gestern auf den Schreibtisch gestellt hätte.
Weitere Artikel zum Thema
-
Test: Kompetenz-Erweiterung für Flachbildschirme
Ergotron Neo-Flex LCD Stand für mehr Ergonomie
-
Tutorial: Videos aus dem Internet am Fernseher anschauen
TV an den Computer anschließen
-
Samsung SyncMaster 245B im Test: Voll-Bild
Das kann der derzeit günstigste 24-Zoll-Flachbildschirm
Links zum Artikel
Mehr über: Hardware, Monitor, Hintergrundwissen, Flachbildschirm
nach oben



