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02.08.2005
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Herr S. im LCD-Dschungel

Der Flachbildschirm, das unbekannte Wesen

Monitore

Von Kristallen...



Herr S. hat zwar keine Ahnung, was ein "LC-Schirm" ist, will sich vor dem Profi aber auch keine Blöße geben. Er ermittelt auf eigene Faust weiter und weiß schnell, dass die Abkürzung LCD für "Liquid Crystal Display" steht - Flüssigkeitskristall-Bildschirm. Noch sind die technischen Details von Flachbildschirmen für ihn nicht mehr als Böhmische Dörfer. Er will zwar nicht allzu sehr in die Tiefe gehen, doch zumindest die Grundlagen verstehen.

Flachbildschirme nutzen Flüssigkeitskristalle, deren Lichtdurchlässigkeit sich je nach Höhe der angelegten Spannung verändert. Um einen einzigen Bildpunkt, auch Pixel (picture element) genannt, darzustellen, werden drei "Unter-Bildpunkte" (Subpixel) in den Grundfarben Rot, Grün und Blau benötigt. Jedes Subpixel wird von einem winzigen Schaltelement angesteuert, einem Transistor. Daher spricht man im Fachjargon auch von einem TFT-Monitor (Thin Film Transistor).

Bis zu einer Bildschirmdiagonale von 15 Zoll gilt eine Anzahl von 1.024 x 768 Pixeln als Standard, während es bei 17- und 19-Zöllern nicht weniger als 1.280 x 1.024 Punkte sein sollten. Ab 20 Zoll erhöht sich die Population auf mindestens 1.600 x 1.200. Mulipliziert Herr S. die beiden Werte im letztgenannten Fall miteinander, so kommt er auf 1.920.000 Pixel, beziehungsweise 1,92 Megapixel. Das Ganze mit den drei Grundfarben malgenommen, ergibt ein Transistor-Aufkommen von sage und schreibe 5,76 Millionen. Wer hier nicht spurt, gilt als berüchtigter "Pixelfehler".

...und Kanonen

Herr S. kann sich mittlerweile ungefähr vorstellen, wie sein künftiger Monitor funktionieren wird - aber wie steht es eigentlich um die Arbeitsweise des alten? Dem Röhrenbildschirm liegt wie auch dem handelsüblichen Fernseher noch immer eine Idee aus dem Jahre 1897 zugrunde: die Kathodenstrahlröhre, kurz CRT (engl. für Cathode Ray Tube) genannt, wurde vom deutschen Physiker und Nobelpreisträger Karl Ferdinand Braun entwickelt und ist deshalb auch unter der Bezeichnung "Braunsche Röhre" bekannt.


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