Mac OS X: Mit der Popularität kommen die Angreifer
Ohne Sicherheitsbewusstsein besser ohne Computer
Symantec drückt das im Macworld-Artikel vorsichtiger aus: "Entgegen der populären Annahme war die Macintosh-Plattform nicht immer ein sicherer Hafen vor bösartigem Code." Mac OS X krankt allerdings auch nicht übermässig an Sicherheitslücken. Vielmehr bezieht sich das Antiviren-Unternehmen auf eine Studie des Markforschungs-Unternehmens Frost & Sullivan. Die haben nämlich herausgefunden, dass Macusern jedes Sicherheitsbewusstsein fehlt.
So drückt sich James Turner, Sicherheits-Analyst der australischen Filiale von Frost & Sullivan folgendermassen aus: "Viele Leute, die Apple-Produkte kaufen, machen sich keine Sorgen über die Sicherheit. Das sorgt dafür, dass die Systeme mit offenen Armen auf Angriffe warten." Die subjektive Fehleinschätzung des Users als grösstes Apple-Problem. Mit anderen Worten: Wenn der User sich nicht um Sicherheit schert, ist er auf keinem System zuhause.
Die Bedrohungslage ist natürlich immens: Die Leute kaufen laut Turner Apple-Produkte, weil sie ein cooles Image haben und schick aussehen. Dabei vernachlässigen sie die Sicherheit sträflich. Allerdings ist die Gefahr einer grossen Pest für Apple-Rechner noch gering: Nur etwa 5 Prozent der Computer weltweit basieren auf Mac OS X, rund 10 Prozent müssten es sein, damit sich ein Wurm halbwegs effizient verbreiten könnte.
Keine Chance bei sicheren Rechnern
Vorausgesetzt, er bekommt die Chance, denn nach wie vor ist ein Unix-System unanfälliger für Viren als ein Windows-System. Das hängt mit der Architektur zusammen. Die Tage des "sicheren OS X" sind allerdings gezählt, wenn sich der Mac als echte Alternative zu Windows-Plattformen aufschwingen sollte. Bis dahin bleibt aber wahrscheinlich noch etwas Zeit.
Macuser, die sich nicht auf die Zeit verlassen möchten, sollten sich Gedanken über die Sicherheit machen. So trägt bereits eine vernünftige Firewall- und Router-Einstellung maßgeblich dazu bei, ein sicheres System zu bauen. Ebenfalls sinnvoll: Grundsätzliche Vorsicht. Bezeichnenderweise ist Symantec zur Zeit der einzige Hersteller von Antiviren-Lösungen für Mac OS X, der Einsatz eines Virenscanners kann deshalb wohl als verfrüht betrachtet werden.






