Mehr Bandbreite und höhere Reichweite schon im Sommer- ADSL2 und ADSL2+
Noch mehr DSL: ADSL2+ verspricht 24 Mbit/s
Schon wieder neue Bandbreiten. Dabei ist uns die dreistufige DSL-Offensive von Telekom & Co. im Frühjahr 2004 noch gut in Erinnerung. In der Entwicklung hat sich seitdem nicht viel getan, aber inzwischen stehen neue Dienste bei den DSL-Providern zur Verfügung, die auch höhere Bandbreiten benötigen. Kein Problem, solange die Leitung mitspielt.

Der digitale Teilnehmeranschluss ADSL reizt die Kupferleitung in seiner ursprünglichen Konfiguration noch längst nicht aus. Verfügbare Bandbreiten sind immer auch das Resultat von zeitgemäßen Kosten-Nutzen-Verfügbarkeits-Rechnungen: Zur DSL-Einführung reichten 768 Kilobit pro Sekunde im Downstream aus - was wollte der Kunde mehr, als einen vernünftigen Seitenaufbau und (im Vergleich zu ISDN) gute Download-Zeiten?
Vielfältiges Angebot dank ADSL2
Angesichts von immer neuen Nutzungsmöglichkeiten des Internets, darunter IP-Telefonie, legale Musikdienste und Video-on-Demand musste die Bandbreite mitziehen. Die erste Erhöhung kam mit DSL 1000, 2000 und 3000, dann waren es vereinzelte Leitungen mit bis zu zwölf Megabit pro Sekunde - allerdings kaum bezahlbar, da mit teuren Leitungsbündelungen durchgeführt. Dank ADSL2 sollen bald sechs Megabit großflächig zur Verfügung stehen.
Den ADSL2-Standard gibt es seit März 2003. ADSL2 erlaubt eine maximal nutzbare Bandbreite von 12 Mbit/s im Downstream. Der immer noch vorherrschende Vorgänger bringt es auf 8 Mbit/s. Diese Geschwindigkeiten sind aber nur im engsten Kreis um die Vermittlungs-stelle nutzbar, und von daher nicht von Bedeutung. Erwähnenswert ist dagegen die Reichweitensteigerung von ADSL2 - auch wenn es nur 200 Meter sind.
Das mag zwar nach wenig klingen, aber bei rund vier Kilometern Grundreichweite erhöht sich der mit DSL versorgte Bereich um gut fünf Quadratkilometer. Gleichzeitig ADSL2 leistungsfähig genug, um 6-Mbit-Leitungen großflächig einzuführen. Wer die neue Geschwindigkeit nicht nutzen will, kann seinen alten Router behalten - ADSL2 ist abwärtskompatibel. Eine andere Möglichkeit ist das Aufrüsten der Geräte mittels Firmware-Update. Damit aber noch nicht genug.
